Von Wasserburg zum Kesselsee

Wer wandern will, muss manchmal Opfer bringen

23.8.2020, mit Hans Sterr – Von Wasserburg auf die Höhen von Koblberg und zu zwei Seen führt uns diese Wanderung.

Unsere Tour beginnt am Parkplatz am Bahnhofsplatz und führt uns zunächst am Inn entlang.

Innschiffer-Kunstwerk

Wir erreichen nach kurzer Zeit die Waldkapelle, wo uns ein unbekannter Begriff auf einem Schild auffällt: „Nahui“? Ein älterer Herr, der gerade auch an der Kapelle ist, klärt uns auf: In der Sprache der Schiffleute heißt das „Auf geht’s!“. Na dann: Nahui!

Wir bleiben zunächst noch für einen Kilometer am Inn, bevor sich der Weg auf das Hochufer hinaufschlängelt. Wir gehen auf dem Forstweg unter der Brücke der Bundesstraße durch und erreichen die Anhöhe.

Unter der Bundesstraße

Von nun an wird der Weg relativ eben bleiben, die meisten der anstehenden Höhenmeter haben wir also hier schon hinter uns.

Indisches Springkraut
Goldrute
Moorsee mit Fotograf (unauffällig)

Nach kurzem Weg, abwechselnd durch Wald und offenes Feld, erreichen wir Koblberg und kurz danach den höchsten Punkt unserer Tour.

Schön geht’s dahin

Über Grasweg und Hirschpoint nähern wir uns dem Naturschutzgebiet am Kesselsee. Das Naturschutzgebiet kann und darf nur auf einem einzigen Weg betreten werden, ansonsten ist das ganze Gebiet Sperrzone.

Sperrzone

Und damit man sich auch ja nicht dort aufhält, ist das Gebiet streng bewacht: Unzählige Mücken verteidigen das Gelände und fordern von uns ordentlich Blutzoll dafür, dass wir es gewagt haben, bis zum Kesselsee und dem dortigen Bootshaus vorzudringen.

Am Bootshaus

Wir bleiben deshalb nicht lange und wandern weiter, die Mücken aber bleiben unser ständiger Begleiter, nur die Anzahl variiert.

In Mücken-Quarantäne

Anscheinend haben die Mücken auch unseren Schritt beschleunigt, denn wir sind schon gut vor der geplanten Zeit kurz vor unserer Mittagseinkehr. Wir machen deshalb noch einen Schlenker hinunter zum Staudhamer See, wo dann auch genug Platz für ein Gruppenfoto ist. Viele Mücken wollten auch noch mit aufs Foto (da muss man aber genau hinschauen).

Den Mücken zum Fraße
Baumstudium

Wir gehen zurück und erreichen unser Mittagsplatzl, die „LandWirtschaft“ im Gut Staudham. Und da können wir eine klare Empfehlung aussprechen: Wir haben zwei schöne Tische im Hinterhof, das Personal ist sehr nett und flott, das Essen ausgezeichnet und die Preise sehr zivil. Sehr gut!

„LandWirtschaft“: Empfehlung!

Nach Speis und Trank geht’s weiter. Wir wandern ab Staudham über einen Feldweg nach Reitmehring.

Stahlwerk oder Molkerei? Meggle Reitmehring

Dort machen wir nochmal einen Abstecher ans Ostufer des Staudhamer Sees, wo es sogar einen Badeplatz mit Steg gibt. Und wir staunen zunächst: Hier gibt es anscheinend keine Mücken. Also fast keine. Oder nur wenige … etliche. Aaaah … fix! Drecksviecher!

Staudhamer See, Ostufer
Bei dem Schilfgürtel kann man sich die Bewohner schon denken

Wir gehen weiter, unterqueren die B304 und sind in der Oberstadt. Hier sollte der Weg eigentlich gerade hinunter zum Inn führen, aber die Wasserburger haben uns einen Klinikneubau schnurstracks in den Wanderweg gebaut.

Na dann folgen wir halt dem Radlweg hinunter, bis wir wieder abzweigen können an den Inn und auf den „Schwemmholz Naturpfad“.

Hier wurden von Kindern einer Kita ganze Kunstwerke angelegt – sehr schön!

Am Innufer

Wir entschließen uns, noch eine Runde durch die Altstadt zu drehen, schon weil es da sicher eine Eisdiele gibt (ja, gibt es). Und die Altstadt selbst hat auch einiges Schönes zu bieten.

Wir bummeln zurück zum Parkplatz. Kaum angekommen, fallen die ersten Regentropfen … gutes Timing!

Ein schöner Tag geht zu Ende – und wer regt sich schon über einen Liter Blut für die Mücken auf?

Teilnehmer: Heinz Barczewski, Elfi Friedrich, Claudia Honsberg, Ingeborg Kanacher, Conny Neumaier-Prey, Irmhilde Viktor, Pauline Weber, Hubert Weiher, Adi und Sonja Wörndle
Tourenleitung, Bericht und Fotos: Hans Sterr