Mit der Bahn zum Berg: Der Hitze getrotzt und die Kulturlandschaft der Surselva erwandert

…… so lässt sich diese Dreitagestour treffend zusammenfassen.


26.–28. Juni 2026 Tourenbericht Senda Sursilvana


Freitag

Die kleine Gruppe traf sich – durch zwei Absagen etwas dezimiert – am Freitag, den 26. Juni, gegen 13 Uhr am Oberalppass im Kanton Uri (2.044 m). Ute und Conny aus Erding waren mit DB, SBB, Rhätischer Bahn und Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) angereist, Sabine und Rainer mit der MGB von der Riederalp im Wallis.

Auf dem Pass wehte ein angenehmer Wind, dennoch waren die Temperaturen auch in dieser Höhe rekordverdächtig. Von hier startete die Wanderung auf der Senda Sursilvana, dem Tälerhöhenweg vom Oberalppass bis nach Chur, der normalerweise in sechs Etappen begangen wird. Unsere Gruppe beschränkte sich auf die ersten drei Etappen.

Der 2.044 Meter hohe Oberalppass verbindet die alpinen Längstäler von Rhone und Vorderrhein und markiert die Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Uri. Zunächst führte eine Schotterstraße bergauf bis zur Alp Tiarms, bevor ein wunderschöner Pfad begann. Dieser verlief vorbei am Val Val in stetigem Auf und Ab bis zu einer Anhöhe, von der aus bereits das Tagesziel Rueras sichtbar war.

In der Beiz „Las Palas“ wurde eine gemütliche Kaffeepause eingelegt, bevor der Abstieg in den Talgrund des Val Giuv und anschließend der steile Anstieg über die Moräne nach Ils Bruis folgte. Danach ging es in zahlreichen Kehren durch einen herrlichen Fichten- und Lärchenwald hinunter nach Rueras. Dort kehrte die Gruppe zum Abend ein, bevor sie mit dem letzten Zug um 20:20 Uhr nach Disentis-Mustér ins Standquartier weiterfuhr.

Strecke: 14 km
Gehzeit: 4,5 Stunden


Samstag

Der zweite Tag begann bereits sehr warm. Im Hotel La Fuorca konnte man schon um 7:30 Uhr frühstücken. Anschließend ging es mit der MGB zum Ausgangspunkt Sedrun (1.406 m).

Von dort führte der Weg zunächst entlang der Bahnlinie nach Bugnei und weiter über einen breiten Weg in den sehenswerten Ort Mumpé-Tujetsch. Die Hitze war spürbar, sodass jeder Dorfbrunnen entlang des Weges gern zur Abkühlung genutzt wurde. Über schmale Feldwege gelangte die Gruppe weiter nach Segnas und Peisel.

Der Tag stand ganz im Zeichen einer abwechslungsreichen Dörfertour mit charmanten Siedlungen, traditionellen Gebäuden und blühenden Wiesen. Unweit der Talstation der Seilbahn von Disentis wurde an einer kleinen Kapelle eine ausgedehnte Mittagspause eingelegt. Erste Regentropfen kündigten schließlich den Aufbruch an.

Im leichten Regen erreichte die Gruppe das Benediktinerkloster Disentis, besichtigte die imposante Wallfahrtskirche und genoss anschließend Kaffee im liebevoll gestalteten Klostergarten. Danach ging es zurück zum Hotel, wo man auch gemeinsam zu Abend aß.

Strecke: 13 km
Gehzeit: 4,5 Stunden


Sonntag

Der letzte Tag stand ganz im Zeichen des „Rein Anterior“, des Vorderrheins. Von Disentis führte der Weg zunächst bei angenehmen Temperaturen hinunter zum Fluss und anschließend auf einem breiten Weg flussaufwärts bis zu einer Trafostation.

Dort begann ein Anstieg über mehrere steile Kehren. Der Weg verlief jedoch angenehm schattig und stets oberhalb des Flusses. Kurz vor Sumvitg wurde eine willkommene Fußbadepause eingelegt.

Bald darauf war der Bahnhof Sumvitg-Cumpadials erreicht. Nach einer Brotzeit ließ die Gruppe die Tour bei einem Abschlussgetränk in der Bahnhofsbeiz ausklingen, bevor sich gegen 14 Uhr die Wege trennten: Ute und Conny traten die Heimreise nach Erding an, Sabine und Rainer fuhren zurück zur Riederalp.

Strecke: 8 km
Gehzeit: 3 Stunden

Teilnehmerinnen: Ute, Conny, Sabine
Tourenleiter: Rainer Pollack

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