Durch das Bernauer Moos zum Chiemsee

Gut gelaunt der Hitze getrotzt

28. Juli 2020, mit Sonja Schupsky – Für unseren Wandertag war einer der heißesten Sommertage angekündigt worden. Umso schöner war es, dass keine der elf Damen gekniffen hat und sich alle gut gelaunt und viele behütet an der S-Bahn Erding einfanden. Überpünktlich – so wie ich die treuen Kameradinnen kenne. Das traf leider nicht für die S-Bahn zu, die mal wieder die Abfahrtszeiten nicht einhalten konnte. Aber wir hatten genug Zeitpuffer am Ostbahnhof, sodass wir die Meridian-Bahn wie geplant nehmen konnten.

Vorher begann am Erdinger Bahnhof aber der Kampf um den Kauf der Zugtickets. Der von der Sonne bestrahlte Fahrkartenautomat war daher nicht einsehbar, ergo unbenutzbar und ich durfte die Bayerntickets gegen Aufpreis am Kiosk erstehen. Dort war dann die Internetverbindung gestört…es war zum Haare raufen! Kurz vor Abfahrt klappte es dennoch mit dem Fahrscheinkauf und wir betraten choronabedingt maskiert die S-Bahn nach München. In Altenerding und Markt Schwaben stiegen weitere Teilnehmerinnen zu. Dann wurde noch das Fahrgeld mit der Tourengebühr kassiert und schon erreichten wir unseren Zielbahnhof in Bernau am Chiemsee. Es war schon nach 11 Uhr und somit recht warm.

Ankunft in Bernau am Chiemsee

Die erste Strecke verlief dann noch über einen asphaltierten Weg – puh! Außer uns Wanderinnen hatten sich auch viele Radlfahrer auf den Seerundweg gemacht. Es war ganz schön was los.

Am liebsten hätten wir den Seerundweg für Radlfahrer gesperrt 😉

Aber wir nahmen gegenseitig (lautstark) Rücksicht und keiner nahm Schaden.

Schon bald bogen wir aber vom Radlweg ab und kamen zum Naturschutzgebiet Irschener Winkel.

Unterwegs zum Chiemsee

Am Südende des Chiemsees grüßen die wohlbekannten Berge, die uns zur heißen Mittagszeit aber heute nicht locken konnten. Für eine Bergtour waren wir viel zu spät dran. Unsere Vorfreude galt den Badestellen mit seinen schattenspendenden Bäumen.

Trink- und Verschnaufpause

Der angesteuerte Badeplatz „Am Schöllkopf“ (Lido) lud mit einem netten Lokal zum Verweilen ein.

Die Badefreundinnen sprangen ins erfrischende Naß – die anderen genossen das bunte Treiben auf der Liegewiese im Schatten.

Nach kurzer Strecke erreichten wir das schöne Gasthaus „Zum Fischer am See“ in Prien. Man hatte für uns eine lange Tafel gedeckt und war überhaupt sehr gastfreundlich, was uns allen gut gefiel.

Es wurden frische Chiemseefische angeboten, die die meisten Damen bestellten. Zur Abrundung des allseits gelobten Essens gab es auf Empfehlung des symphatischen Kellners noch „Affogato“, eine schwimmende Eiskugel im Espresso.

Gestärkt brachen wir zum zweiten Teil der Wanderung auf. Leider verlief der Weiterweg nicht direkt am See, sondern hinter vielen Privatgrundstücken an der Hauptstraße entlang. Dort war es aber glücklicherweise schattig, was uns gut tat.

Schließlich erreichten wir die Badestelle „Schraml“ in Prien. Die Wanderleiterin (ich) übersah den richtigen Eingang und schritt, den Blick auf das blaue Seewasser gerichtet, zielstrebig durch den Personaleingang, der nicht für Badegäste vorgesehen war. Doch der nette Mann bei der Eingangskontrolle wies uns freundlich den rechten Weg. Die Damen mit weniger Schwimmambitionen entschieden gleich weiterzugehen, um die Priener Promenade noch zu besuchen.

Tapfere Alpenkranzlerinnen in der Sommerhitze

Mittlerweile war es Nachmittag und die Hitze erreichte mit über 30 Grad ihren Höhepunkt. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die restliche Strecke ganz schön schlauchte. Die Badenixen genossen aber zunächst das Schwimmen im See und die herrliche Erfrischung nach dem schweißtreibenden Wandern. Nach insgesamt 9 Kilometern erreichte die Gruppe gemeinsam den Bahnhof Prien.

Hier wurde das obligatorische Gruppenfoto gemacht und man konnte noch etwas ausruhen, bevor um 17 Uhr der Zug nach München abfuhr. Der Umstieg am Ostbahnhof klappte problemlos und wir kamen alle wieder gut und wie mir versichert wurde zufrieden am Ausgangspunkt an.

Teilnehmerinnen: Elly Hornburger, Sonja Wörndle, Karin Teige, Gisela Groden, Paula Sieger, Christa Ottmann, Marion Keupp, Luise Erl, Karin Irl, Christine Völkl, Beate Schmidt
Tourenleitung und Bericht: Sonja Schupsky