Komparativ toll

Schöne Runde im Karwendel

12.07.26, mit Alex Linke – „Der Komparativ ist die erste Steigerungsform“, schreibt das Internet, und die Steigerung von schön ist „toll“. Muss man noch mehr sagen, zu unserer Bergtour zum Kompar, dem 2.011m hohen Berg im Karwendel? Klar muss man mehr sagen.

Abmarsch …
… an den Hagelhütten
Am Rissbach

Acht Kranzler begleiten bei der Tour unseren Tourenführer Alex. Wir starten an der Mautstraße zur Eng bei den Hagelhütten – zu unserem Erstaunen noch gar nicht mit der erwarteten Hitze. Im Gegenteil: Unglaubliche 12 Grad hat es erst (Hagel gibt’s aber nicht).

Hinein geht es in den wunderbaren Ausblick aus dem Hasental. Hasen sind allerdings das einzige Wild, das sich uns heute nicht zeigt …

Landschaft und Wetter fein
Kleiner Wasserfall mit Kunst am Weg
Sonne im Herzen und am Himmel
Da läuten die Glocken(blumen)

An der Hasentalalm machen wir die erste Pause und erfreuen uns über Brotzeit und Getränk. Eine Weghoibe ist uns aber verwehrt.

Von dort können wir schön in die berühmte Eng mit den Ahornbäumen schauen, die von Gamsjoch und Sonnjoch eingerahmt wird.

Der meistbesuchte Platz ist allerdings ein kleiner Schupppen mit bekanntem Sitz – denn von hier aus eröffnet sich ein herzlicher Blick ins Karwendel.

In meist angenehmer Steigung zieht unser Weg weiter hinauf, ein kühles Lüftchen lässt uns keine Hitze spüren. Ein Murmeltier beobachtet uns in sicherer Entfernung.

Sichere Entfernung

Nur der steile Schlussanstieg zum Gipfel fordert uns etwas heraus. Eine Teilnehmerin meistert das mit bergtauglichen Sandalen. Was die Schuster alles machen!

Da oben wird’s gleich steil …
… aber alle bleiben heil

Am Gipfelkreuz gibt es eine weitere Pause, die auch zur Gipfelschau ausgenutzt wird. Wahrlich eine Schau!

Zum Abstieg werden die Bergsandalen wieder zu einem festen Schuh gewechselt, so dass wir sicher die Scharte erreichen.

Hier springt uns eine übermütige Gams über den Weg.

Am Satteljoch folgen wir dem Weiterweg in Auf und Ab durch die Latschenzone, wo es auch gleich heißer ist.

Cool bleiben!

Wirklich ins Schwitzen kommen wir aber nicht, und so können wir die Blutströpfchen und den Stendelwurz genießen.

Blutströpfchen auf einer Witwenblume
Stendelwurz, eine Orchidee

Wir erreichen die Plumsjochhütte und finden einen Platz im Schatten.

Schattiger Ausblick
Hier scheinen schon manche ihre Bergschuhe gegen Sandalen getauscht zu haben

Eine Suppe für die eine, Kuchen für die anderen. Die Art des Hüttenwirts, den Kuchen zu teilen, lässt entweder auf Sympathieunterschiede oder ersatzweise mangelnde geometrische Kenntnisse vermuten. Geschmeckt hat er aber!

Die Laune lässt auf ein größeres Kuchenstück schließen
Plumsjochhütte: Klein, aber fein
Wegbegleiter

Nach feinem Aufenthalt starten wir unsere letzte Etappe wieder hinunter ins Tal des Rissbachs. Und der wird gleich ausgenutzt: Viele wollen das eiskalte Wasser zur Abkühlung genießen, auch wenn sie barfuß nicht so ganz trittsicher sind.

Über dem Rissbach …
… und mittendrin
Sandalenprobe
Trittsicher?
Schuhe nicht wasserdicht?

Und als wir die Hagelhütten wieder erreichen, kreisen zwei Adler hoch über uns.

Ein Ende, das nur einen Abschluss zulässt: Die Tour war komparativ toll, Alex!

Tourenleitung: Alex Linke
Teilnehmer: Antje Wenzel, Ute Kashoa, Uschi Schranz, Gisela Zeis, Wolfgang Mayr, Petra Linke, Sonja Schupsky und Hans Sterr
Bericht: Hans Sterr
Fotos: Hans Sterr und Sonja Schupsky

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