Hochtouren um die Schwarzenberghütte

Schön, trotz Verkürzung und Wetteralternativen

04./05.07.2026 Eigentlich hatten wir ein verlängertes Hochtourenwochenende auf der Schwarzenberghütte in der Glocknergruppe im Pinzgau von 04.-07.07.2026 geplant und hatten dabei Touren wie das Große Wiesbachhorn, Klocknerin und Hohe Dock/Bärenkopf im Kopf, doch es zeichnete sich ab, dass das Wetter nicht so mitspielen wollte, wie wir uns das vorstellten. Trotz der nicht ganz günstigen Wetterprognose entschieden wir uns kurzfristig am Freitag, einen Versuch zu wagen und den Aufenthalt gegebenenfalls zu verkürzen. So starteten wir am Samstag nach Fusch an der Großglocknerstraße und dort zum Parkplatz Ferleiten. Von dort stiegen wir die rund 1.100 hm zur Schwarzenberghütte (2267 m) auf. Bei der Hütte handelt es sich um eine bewartete Hütte, die im Wochenrhythmus ehrenamtlich von Mitgliedern verschiedener AV-sektionen und alpiner Vereine bewartet wird. Wir hatten Glück und wurden durch zwei kompetente und zupackende Hüttenwartinnen liebevoll umsorgt, so dass wir nach Kaffee und Kuchen auf der Terrasse am Nachmittag nur noch einen kurzen Ausflug Richtung Zustieg zum Großen Wiesbachhorn (3564 m) machten. 

Zu diesem Zeitpunkt war aber eigentlich allen schon klar, dass die Konditionen diese Tour nicht zulassen würden und so entschieden wir uns angesichts der Wetterprognose (Sonntag ab frühen Nachmittag Regen) am Sonntag auf die Hohe Dock (3348 m) aufzusteigen und dann dort zu überlegen, den Aufstiegsweg wieder abzusteigen oder die Überschreitung zu machen, bei der der Bärenkopf noch mitgenommen wird und man im Abstieg über den Gletscher geht. Nach dem Abendessen gingen wir frühzeitig ins Bett.

Am Sonntag starteten wir gegen 06:00 Uhr mit Hochtourenausrüstung bepackt Richtung Hohe Dock. Ab dem Remsschartl führt ein langer versicherter, stellenweise ausgesetzter Steig auf den Gipfel. Leider wurde der Wind in Richtung Gipfel immer stärker und böiger und als uns ein Bergsteiger entgegenkam, der uns von starken Böen berichtete, die ihn zum Umkehren veranlassten, waren wir gespannt, ob wir den Gipfel erreichen würden. 

Offensichtlich hatten wir aber ein gutes Timing und schafften es trotz Windes auf den Gipfel. Die Überschreitung war uns jedoch nicht möglich und so stiegen wir den Aufstiegsweg wieder ab. 

Unsere Planung war gut, denn als wir an der Hütte ankamen, begann es zu regnen. Die Hochtourenausrüstung hatten wir also umsonst im Rucksack, aber wir hatten trotzdem das Beste aus dem Tag herausgeholt. Nachdem die Wettervorhersage für Montag Regen vorhersagte, entschieden wir, nach einer Pause ins Tal abzusteigen und die Heimreise anzutreten. Bei Regen stiegen wir zum Auto ab (ein langer Tourentag also) und starteten Richtung Heimat, wobei wir das Wochenende noch bei einem gemeinsamen Abendessen in Lofer ausklingen ließen.

Teilnehmer: Michi (Organisation), Rainer, Rudi, Christian, Sabine

Fotos: Diverse Teilnehmer

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