Zur Tegernseer Hütte

Biken der besonderen Art …

19. Mai 2019, mit Edwin Volker – Den Unkenrufen der letzten Tage zum Trotz sollte die ausgeschriebene Bike and Hike Tour zur Tegernseer Hütte stattfinden. Ein Telefonat mit der zuvorkommenden Hüttenwirtin ergab, dass der geräumte Forstweg mit unseren MTBs bis zur Buchsteinhütte machbar wäre. Aufgrund dieser Information, den guten Wetterprognosen und nicht zuletzt „unserer Bereitschaft Edwins Abenteuer zu folgen“, starten neun Alpenkranzler*innen nach einem kurzen Bike-Check vom Parkplatz Winterstube (Wildbad Kreuth).

Zweifel kommen auf, ob wir heute tatsächlich noch auf Schnee treffen – viel kann es ja nicht sein?!

Tegernsee Hütte – von der Nord-Seite noch im Schnee

Erst gemächlich, dann mehr schnaufend kurbeln wir im kleinsten Gang die Serpentinen hoch. Die am Wegesrand aufgestellten Holzreliefs scheinen uns ein wenig zu bedauern. Gut in Form scheint unser Guide Edwin zu sein. Aus gesicherten Quellen (WhatsApp-Gruppe) wurde bekannt, dass er in Südafrika mit Hilfe eines Schlepplift-Bügels (ohne Schnee) den Berg in Shorts und Wanderschuhen hinauf gesprintet ist. Diesen Trainingsvorsprung machen wir mit gegenseitiger Motivation bis zur Buchsteinhütte wieder wett.

Buchsteinhütte: nur zu Fuß geht’s weiter:
v.l.n.r.:. Irene. Drexl, Walter Daimer, Claus Duchatsch, Christa Perleb, Hans Buchmann, Petra Wiche Wendler, Andy Just und Stefan Taubald

Eine geschlossene Schneedecke bereits hinter den Biergartentischen macht klar, dass es ab hier nur noch zu Fuß weiter gehen kann. Ohne Einkehr, teils in kurzen Hosen und Radltrikots, machen wir uns bei Sonnenschein und Temperaturen um die 15 Grad startklar. Modisch up to date präsentiert ein Tourenteilnehmer die mögliche „Hochtouren-Kollektion 2020“. Unser Praxisurteil: Scheint zu klappen…

Laufsteg: Hochtouren-Kollektion 2020

Während die Südseite von Roß- und Buchstein fast schneefrei sind, müssen wir beim Nord-Aufstieg mit aufgefirntem, hohem Schnee und tiefen Tritten kämpfen.

„König Edwin“ thront auf einem schneefreien Südhang

Nicht nur Edwin ist trotzdem die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Nur gut, dass wir im Vorfeld schon geklärt hatten, dass die Tegernseer Hütte tatsächlich geöffnet und das kühle Bier fast schon in Reichweite ist.

Wegbegleiter: künstlerisch ansprechende Relief-Arbeiten aus Holz

Angekommen im „Schwalbennest“, so auch die Bezeichnung der Hütte zwischen Roß- und Buchstein, genießen wir die grandiose Aussicht. In der Sonne erkennen wir sogar den Achensee. Da der Abstieg nicht ganz einfach werden dürfte ist klar, dass nur „Alkoholfeies“ konsumiert wird.

Steil auch ohne Bike

Echte Alpenkranzler*innen stellen sich aber jeder Herausforderung, so dass wir mit viel Spaß wieder unsere geparkten Räder auf der Buchsteinhütte erreichen.

Blick zum Buchstein

Nach Kaffee und Kuchen freuen wir uns die teils matschige Abfahrt hinunter zum Parkplatz in Angriff zu nehmen. Das „Voting für den größten Dreckspatz“ ist nicht eindeutig, denn sauber ist von uns niemand geblieben.

Roßstein mit bedecktem Himmel

Bereichert um ein weiteres Edwin Abenteuer sind wir uns einig: Es war einfach spitze!

Die letzten Kehren zum „Schwalbennest“

Tourenleitung: Edwin Volker, MTB Guide, Fachübungsleiter
Bilder: Diverse
Bericht: Christa Perleb
Tourenteilnehmer: Irene Drexl, Christa Perleb, Petra Wiche-Wendler, Hans Buchmann, Walter Daimer, Claus Duchatsch, Andy Just und Stefan Taubald

Tourendaten: 16 km /2 h 48 Min. / 825 HM

Das „Schwalbennest“ geöffnet, da freuen sich nicht nur Männerherzen

Wir auf der Tegernseer Hütte

Dreckspatzn