Fünf auf einem Streich

Achensee 5-Gipfel-Klettersteig der HTG

6.9.2026 Nach mehrmaliger Terminänderung hat es schließlich geklappt – eine Klettersteig-Tour mit der HTG. An einem

wunderschönen Sonntag fuhren wir früh nach Maurach am Achensee, um mit der ersten Fahrt der Rofanseilbahn

zur Bergstation auf 1840 m ü.N.N. zu gelangen. Zielstrebig marschierten wir zum Einstieg des Obholzer

Gedächtnis-Klettersteigs (B/C, 120 Hm). Da im Schatten gelegen, war der Fels noch etwas feucht und rutschig.

Spannender wie der Aufstieg war der Abstieg, der über kleine Türme hinunter zur Gruberscharte führte. Vor uns

in der Sonne lag die fast senkrechte, Respekt einflößende Wand des Rosskopfs (150 Hm). Gleich vom Einstieg steil

hinauf (C/D) zu einem willkommenen Rastplatz, dann ebenso weiter bis unterhalb des Gipfels, der über einen

Grat erreicht wurde (ca. 1 ½ Stunden). Vom Gipfel erfolgte der Abstieg (B) nordseitig in den Sattel vor der

Seekarlspitze, wo wir eine wohlverdiente Mittagspause einlegten. Guten Mutes balancierten wir über eine

Plattenquerung (B/C) zur Schlüsselstelle der ganzen Tour, einer sehr luftigen, steilen Wandstufe (70 Hm, D), die

alle mit Anstrengung, aber mit Bravour meisterten. Vom Gipfel der Seekarlspitze mit dem wuchtigen Kreuz

wandten wir uns weiter westwärts über leichtes Gelände zum Spieljoch Klettersteig (C, 85 Hm), der ohne

Probleme bewältigt wurde. Aufregender war aber der Abstieg über einen sehr schmalen ausgesetzten Grat, den

man bis zum Sattel hinunter klettern musste. Hier richtete sich der Blick weit nach oben zum Gipfelkreuz des

Hochiss, dem höchsten Punkt unserer Tour (2299 m. ü. N.N.). Alle mobilisierten ihre letzten Kräfte für diesen

Klettersteig (110 Hm) in der heißen Nachmittagssonne, der am Anfang und am Ende zwei sehr steile Pfeiler

aufwies C/D), die teilweise richtiges Felsklettern erforderten. Rainer war begeistert vom griffigen Fels (und den

vielen Klettermöglichkeiten im gesamten Gebiet). Vom Gipfel des Hochiss führte uns ein Wanderweg vorbei am

Gschöllkopf zurück zur Bergstation, wo wir noch Cappuccino und Kuchen genossen, um gegen 17 Uhr eine der

letzten Talfahrten zu nehmen. Die Heimfahrt gelang bis auf den üblichen Stau in Tegernsee ohne besondere

Vorkommnisse und wir können zufrieden auf eine herausfordernde Klettersteig- und Gipfeltour zurückblicken.

Mit von der Partie waren: Christian, Rainer, Rudi und Sabine
Tourenbericht: Rudi Riepl
Fotos: Diverse Teilnehmer

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