Mit dem Rennrad durchs Regensburger Land

5-Flüsse-Tour

12.09.2026 Unglaublich, wie schnell wir auf der FTO, A94; B15n und A93 an unserem Startpunkt in Bad Abbach sind. Da geht sich doch glatt noch eine Butterbreze auf dem Parkplatz aus. Wir starten zu viert langsam und zäh in der morgendlichen Kühle, nehmen schnell Fahrt auf und in Kürze ist schon Regensburg erreicht. In der Stadt versuchen wir auf den unmöglich angelegten Radwegen Regensburg zu durchqueren. Anscheinend fahren solche Planer nie Rad! Kreuzungen, Ampeln, ständiger Seitenwechsel und Autofahrer die bis auf die Radwege fahren erschweren die Fahrt. Aber die Blicke auf Dom und Donau entschädigen doch ein wenig.

Endlich haben wir die Stadt hinter uns, belächeln  noch den letzten Affen in den  Straßenzügen der Außenbezirke, nehmen wieder Fahrt auf und gleiten durch die Wälder und das ruhige Land. 


 Im stetigen Auf und Ab erreichen wir den Klostergasthof Adlersberg. Durchs offen große Tor können wir beim Vorbeifahren einen Blick auf den großen Biergarten erhaschen. Um 9.30 ists uns noch zu Früh für ein Bier, und auch noch zu kalt. In Pielenhofen erreichen wir das Tal der Naab. Pielenhofen ist der erste der kleinen, ruhigen , pittoresken Dörfer die wir heute durchqueren. Kloster, alte Wirtshäuser, kleine Metzgereien (drei Kamele und drei Leberkässemmeln!), die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und eine unglaublich schöne Landschaft rundrum. Wir dürfen der Naab ein langes Stück flussabwärts folgen. Sie windet sich in großen Schlaufen vorbei an Felsabbrüchen und dunklen Wäldern bis zur Mündung in die Donau. Wir sausen nur so dahin. Ein letzter Fotostopp und ein Blick auf die Mündung von  der bekannten Brücke beenden die Fahrt im Naabtal. 

Nun begleiten wir die Donau stromaufwärts bis zur Mündung der Schwarzen Laaber. Dort biegen wir ab und folgen dem kleinen Flüsschen durch sein stilles, enges Tal aufwärts. Vorbei an zerfallenen Papiermühlen, alten, rostigen Eisenbrücken, Kletterfelsen  und immer leicht bergauf erinnert die Fahrt an Toscolano Maderno am Gardasee. Auch dort stehen die alten Ruinen der Papiermühlen am Bach und zeugen von einer längst vergangenen Epoche. Es wird still in der kleinen Gruppe, nach 65 km wird’s langsam Zeit für eine Mittgaspause. Im Brauereigasthof Eichenhofen haben wir einen schönen Tisch im Biergarten ergattert. Gemeinsam genießen wir alle die Fratelli mit frischen Pfifferlingen. Welch Genuss! Leere Teller und Gläser zeigen das Ende der Schlemmerei auf. Wir machen uns wieder auf den Weg, kurz, knackig supersteil nach Thumhausen rauf.  Auf einem kleinen Höhenzug endet das Dilemma. Wir schnaufen heftig durch. Der Kaltstart nach dem Essen ohne Einrollen hat ein paar „Nudeln“ gekostet. Von dort läufts schier unendlich auf einem kleinen Sträßchen durch einen phantastischen Mischwald bergab bis Kelheim. Wir fliegen diese 10 Km nur so dahin. In Kelheim überqueren wir die Altmühl, radeln quer durch dieses Städtchen, überqueren auf einer alten Holzbrücke den Ludwig-Donau-Main Kanal  und am großen Parkplatz beim Italiener gibt’s das „wohlverdiente“ Eis in der Waffel. 

In Saal an der Donau wollen wir den Donauradweg erreichen. Dafür müssen wir auf einer ausgeschilderten  Umleitung der großen Brückenbaustelle  den dortigen Friedhof durchqueren. An den Gräber vorbei und über Treppen  erreichen wir tatsächlich wieder den Radweg. Dem folgen wir nun bis Bad Abbach. Und dort erreichen wir um 15.30 wieder unseren Parkplatz. 105 km und 1000 Hm mittn Rennradl sind Birgit, Hans, Andreas und Hans den Flüssen gefolgt. Durch kleine Täler, urige Dörfer und über wunderschönes Land hat uns der Tag heute gezeigt, dass man nicht immer in den Süden fahren muss ob was zu erleben.

Dabei waren: Birgit, Hans, Andreas und Hans

Tourleitung und Bericht:Hans Pirsch 

Fotos: Diverse Teilnehmer

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