4-Flüsse Rundfahrt und viel Kunst
23.05.2026 Eine staufreie Anfahrt nach Sinzing ermöglicht einen frühen Tourenstart. Nach 2019 und 2023 ist das bereits der dritte Durchlauf dieser schönen Tour entlang von Schwarzer Laber, Vils (die gibt es hier auch), Naab und Donau. Und immer nur bei bestem Wetter – so soll es auch heute sein.
Fernab vom Verkehr (gilt fast für die gesamte Tour) geht es wunderschön auf befestigten und unbefestigten Radlwegen entlang der schwarzen Laber flussaufwärts. Die Landschaft erinnert an das Altmühltal: Felstürme, Trockenrasenhänge, ein sich schlängelndes Fließgewässer und verträumte Orte.


Vorbei geht es an der Burgruine bei Loch; direkt neben der Route liegt der Skulpturenpark von Willi Leo Hengge aus Nittendorf. Während wir noch seine Werke bewundern,



kommt er höchstpersönlich auf einem Rasentraktor angetuckert. Der Rasen sollte vor Pfingsten ob des zu erwartenden Besucheransturms noch einmal getrimmt werden. Wir erfahren einiges über seinen kleinen Park und einige seiner Kunstwerke. Unter Anderem, warum die vorwiegende Bepflanzung Bambus ist: weil Bambus so ziemlich die einzige größere Pflanze ist, die der Biber nicht mag.

Wir statten der urigen Brauerei Eichhofen mit seinen teilweise älteren Gebäuden einen kurzen Besuch ab, leider ist der schattige Biergarten noch nicht geöffnet.

Weiter geht es über Laaber

und Beratzhausen immer nach NW entlang der schwarzen Laber.
Dann ist es so weit und wir müssen uns von der Laber verabschieden, um in das Tal von Vils und Naab zu wechseln. Ein Wechsel von Flusstal zu Flusstal ist leider immer verbunden mit Überquerung von dazwischen liegenden Erhebungen. Und die verträumten Uferwege weichen zwar wenig befahrenen, aber geteerten Nebenstraßen. Die Begleiterscheinung von 300 Hm nehmen wir gestärkt durch einen Cappu in Angriff. Wir nutzen dazu den Obstbaumradweg. Schön durch Feld und Wald, auf Teer und Forstwegen, immer wieder vorbei an Obstbäumen. Und nach der Unterquerung der Autobahn A95 geht es mit kleinen Anstiegen zwischendurch eh wieder bergab in das Vilstal. Eine kurze Wegstrecke und wir erreichen Kallmünz, an dem Zusammenfluss von Vils und Naab gelegen. Unser Interesse gilt erst einmal dem „Haus ohne Dach“.

Das Haus ohne Dach besteht aus einer natürlichen Höhle in dem Dolomitfelsen, deren Öffnung durch eine verputzte Mauer mit Tür und Fenstern verschlossen ist. Im Inneren gibt es einen Flur, einen Wohnraum, zwei in Felsnischen eingepasste Lagerräume und eine historische Räucherkammer.[2] Näheres siehe unter Haus ohne Dach (Kallmünz) – Wikipedia
Wir gönnen uns eine wohlverdiente Pause im Biergarten der Gaststätte „Zur Post“, schließlich sind wir schon bei Kilometerstand 58, mit Allem, was dazu gehört, fest und flüssig. Temperatur liegt auch mittlerweile bei ca. 29 Grad. Nach dem Fotostopp an der „Steinernen Brücke“


geht es dann gut gestärkt dem Ziel entgegen. Immer dem Naab-Radweg folgend, nähern wir uns Regensburg.

Auf der Naab paddeln Kanuten und Stand-Up-Paddler, am Ufer hängen Angler ihre Ruten ins Wasser und auch auf dem Radweg ist nun Betrieb. Der Naab-Radweg ist im Vergleich zum Radweg entlang der Schwarzen Laaber nur zweiter Sieger. Das Tal der Naab ist deutlich weiter, kurz vor der Mündung in die Donau. Ein letztes Kulturhighlight ist das Zisterzienserkloster Pielenhofen, dessen Kirche wir einen Besuch abstatten.



Kurz vor dem Ziel belohnen wir uns noch für 86 km Wegstrecke bei insgesamt 600 Hm noch im Biergarten einer Pizzeria in Sinzing Eiskaffee oder kühlen Getränken.
Teilnehmer: Klaus Ehrnsperger, Werner Kurze, Sabine und Toni Preis, Annemarie Weiss

Tourenleitung/Bericht: Heinz Barczewski (unter Verwendung einzelner, kurzer Passagen von Tourenbericht Volkmar Siegl aus 2023
