in den Chiemgauer, Loferer und Berchtesgadener Alpen
02.10.2026 Zu humaner Abfahrtszeit um 7.00 Uhr treffen wir uns Freitag früh auf für Alpenkranzl-Touren üblichen Parkplatz in Altenerding, und müssen leider zuerst erfahren, dass sich unsere gemischte 6er-Gruppe wegen Krankheit und Absage auf eine 4er-Männergruppe reduziert hat. Also wird nur ein Auto gen Südosten rollen.
Die Wettervorhersage ist eher durchwachsen, mit hoher Regenwahrscheinlichkeit um München herum, aber angeblicher Trockenheit im Zielgebiet Chiemgau. Wir sind optimistisch und starten pünktlich. Am Irschenberg setzt dann wirklich Regen ein, der aber glücklicherweise wieder nachlässt, je näher wir Richtung Chiemsee kommen, und als wir am ersten Zielort Reit im Winkl gegen 9.00 Uhr eintreffen, ist das Wetter trocken und ganz passabel.

Eine Viertelstunde Aufstieg vom Parkplatz bis zum Klettersteig „Hausbachfall“, Prüfen der Ausrüstung durch den Tourenführer, einrüsten mit Klettergurt, Klettersteigset, Helm und Handschuhen, letzte Instruktionen erhalten, dann geht es gut gesichert und erwartungsvoll in den Fels.


Uns stehen 100 Hm auf 400 m Länge mit maximal Schwierigkeitsgrad C bevor. Es geht recht geschmeidig voran, auch wenn manche Stelle bei zumindest einem Teilnehmer durchaus belebende Wirkung auf Puls und Atmung hervorruft.


Aber die Stimmung ist gut, die Aussicht spannend, und nach einer Stunde erreichen wir auf einem Drahtseil über den trockenen Hausbachfall „balancierend“ den Ausstieg und freuen uns über den ersten Tageserfolg.
Nach kurzem Abstieg zum Parkplatz geht mit dem Auto in 30 Minuten weiter zum Höhenparkplatz Steinplatte, der KS „S´Schuasta Gangl“ ist unser zweites Ziel heute.
Als wir dem gut gewärmten Auto entsteigen, finden wir uns eher in, als auf Wolke 7 wieder. Die Sicht beträgt gefühlt 50 Meter, der Wind geht und kalt ist`s. Also schauen, was der Rucksack an warmer Kleidung hergibt, schnell noch „kalte“ Brotzeit gemacht und den Zustieg angegriffen.

Nach kurzem Weg wird es merklich steiler, und als wir nach 45 Minuten am KS-Einstieg ankommen sind wir wieder gut aufgewärmt.


Der S´Schuasta Gangl-Klettersteig erstreckt sich über 180 Hm und benötigt eine Stunde Kletterzeit, die schwierigste Stelle ist mit C/D angegeben. Schwungvoll steigen wir ein und kommen zügig voran.



Zwei Teilnehmer nehmen in der Mitte des Klettersteiges sogar den kleinen Umweg über die Felsturm-Variante, den „Knieschladerer“.

Aber schnell ist die Gruppe wieder vereint und widmet sich dem letzten Viertel des Weges, der auch die respektvoll erwartete C/D-Passage beinhalten soll.
Während der eine oder andere noch darüber sinniert, wie anspruchsvoll wohl dieses „C/D“ werden könnte, sind wir plötzlich schon am Ausstieg, ups… das hatten wir uns schwieriger vorgestellt. Aber prima, zweite Tagesherausforderung ohne Probleme gut gemeistert!



Wenige Meter vom Ausstieg entfernt thront das Gipfelkreuz (Steinplattengipfel) und lädt zum gemeinsamen Gipfelfoto … bei immerhin mindestens 50 Meter Talblick. ;))

Zufrieden ob unseres erfolgreichen Tagwerkes steigen wir, mit kleiner Kuchen-Einkehrpause im Panoramarestaurant Kammerkör, wieder zum Ausgangspunkt ab und fahren zu unserer Übernachtungs-Unterkunft in Großgmain. Bei gutem Essen endet der erste Touren-Tag gemütlich in der warmen Gaststube.

03.10.2026 Gleich nachdem wir um 7:00 Uhr das leckere Frühstücksbuffet beim Steinerwirt in Großgmain genossen haben, geht es auch schon mit dem Auto nach Schönau.


Der Wanderweg war schnell gefunden und auf dem Weg haben wir uns noch einen Blick über den Königssee gegönnt. Das Wetter hat glücklicherweise gut mitgemacht und ein klarer Himmel herrschte den Tag über.
Kurz vor dem Erreichen des Steigs haben uns ein paar umgefallene Bäume und Erdrutsche den Weg unkenntlich gemacht. Nach etwas Rumgesuche war aber der Pfad zum Isidorsteig auch schon gefunden.

Das schöne Wetter hat nicht nur uns angelockt. Ein voller Klettersteig erwartet uns. Das hat ihn jedoch nicht weniger aufregend gemacht. Mehrere B- und C-Stellen haben uns erwartet.


Die Höhe konnte sich auf jeden Fall sehen lassen. Eine schöne Aussicht war garantiert. Und nicht umsonst gibt es einen Fotoplatz (mit Watzmann im Hintergrund).


Irgendwo auf dem Steig kann man zur Erfrischung auch Bier abzapfen. Leider vermögen wir es nicht, den Hahn zu öffnen.

Kleine Exkursion zum Schluss. Der Isidorsteig endet mit einer simplen A-Stelle, aber wem es gelüstet, kann eine alternative D/E-Route, die Alpin-Center-Route nehmen. Steil bis leichter Überhang und ein paar anspruchsvollere Klettermanöver später erreicht man dann auch den Gipfel des Grünsteins.


Ein bisschen unterhalb befindet sich die Grünsteinhütte, wo wir einkehren konnten, ehe wir uns auf dem eher schottrigen Gelände wieder zurückbegaben.


Ein Kaffee und Kuchen am Königssee später waren wir auch schon wieder auf der Heimreise.
Mit Dabei: Thomas (Bericht), Wolfgang, Dimitri (Bericht), Michael Kreuz (Führung)
