In Gottes Kathedrale

Berggottesdienst in St. Servatius auf dem Streichen

27.09.2026 Wir steigern uns: 35 Alpenkranzler machten sich bei traumhaften Herbstwetter mit Linner-Bus auf den Weg zum Streichen. 20 Teilnehmer gingen den Weg zur Kirche St. Servatius über den neuen errichteten Hutschsteig nach oben, der Aufstieg dauerte wenige Minuten länger, da wir die Hutschen ausprobieren mussten, auf denen man mit Panoramablick auf den Geigelstein „hutschen“ konnte. Der Wanderweg ist noch auf keiner Wanderkarte eingezeichnet. Er wurde von der in Schleching ansässigen Familienstiftung Yvonne und Thomas Wilde konzipiert, finanziert und ohne jeden Einsatz von Maschinen erstellt. 


Oben war bereits der Outdoor-Altar aufgebaut und Diakon Stefan Geißler zelebrierte den Berggottesdienst in „Gottes Kathedrale“, unsere Aufmerksamkeit richtete er immer wieder auf die uns umgebenden Bergkulisse und erinnerte uns an die Schöpfung Gottes, die uns in Obhut gegeben wurde, damit wir sorgsam und achtsam uns um sie kümmern. Werner Kinastl begleitet auf der Gitarre, was uns das mit singen schon etwas erleichterte.
Der Fokus der heutigen Ansprache deckt sich hervorragend mit unserer Mission im Alpenkranzl nachhaltig und umweltschonende zu wandern, zu leben und zu agieren.

Die Messnerin der Kirche St. Servatius ist extra für uns nach ihrem Sonntagsgottesdienst im Tal hochgekommen, um uns die Kirche aufzusperren. Diakon Stefan Geißler machten für uns eine kleine Kirchenführung. Die Kirche wurde erstmal 1440 urkundlich erwähnt. Besonders hervorzuheben sie die Wandmalereien, die in der sogenannten Seccotechnik, die anders als Fresco, die auf nassen Putz aufgetragen wurde, auf trockenem Untergrund gemalt wurde. Diese Wandbilder sind vor über 600 Jahren entstanden, da kann man nur staunen.


Bevor wir mit dem Bus weiter nach Klobenstein fahren, machen einige noch einen kurzen Abstecher zum erst vor 2 Wochen, nach langer Renovierungszeit wieder eröffneten historischen Berggasthof Streichen. 
Wir zollten unserem Busfahrer größten Respekt, wie er den großen Bus souverän und sicher die schmale Bergstraße herabfährt. In Klobenstein lässt er uns aussteigen. Einige zieht es sofort ins Wirtshaus, andere werfen noch einen Blick in die Wallfahrtskirche Klobenstein. Der Legende nach wurde eine Bäuerin hier von einer Mure überrascht. Sie hörte plötzlich ein lautes Grollen und sah einen riesigen Stein auf sich zurollen. Mutter Gottes erhöhte ihre Gebete: Der Stein spaltete sich vor ihr und bewahrte sie so vor dem Tode. An diesem sagenumwobenden Ort wurde eine Kapelle mit einer schwarzen Madonna errichtet.

Geht man durch den geklobenen (gespaltenen), etwa zehn Meter hohen Stein, ohne die steinernen Wände zu berühren, soll einem ein immaterieller Wunsch erfüllt werden. Erzählen darf man ihn nicht. Einige Wünsche fuhren mit den Alpenkranzlern nach Hause.  

Fotos Mittagspause

Nach der Mittagspause gab es verschiedene Optionen- einfach an die idyllische Tiroler Aache, oder auf dem diesseitigen Ufer von Hängebrücke wandern oder sogar den Hängebrückenrundweg, den die Alpenkranzler unter 30 Minuten durchwanderten – trotz Fotostopps.  Die Tiroler Aache lädt auch zum Kajak fahren, Füße reinhängen oder sogar schwimmen ein.  Große und kleine Schmuggler freuen sich über Teil des Schmugglersteigs. Unsere Zwergsteiger waren im August auch schon hier!



Der letzte Anstieg führte uns wieder hoch an die Straße, wo nach wenigen Minuten unser Busfahrer uns wieder mit dem Bus abholte. In Übersee machten wir noch einen Kaffee& Kuchen-Stopp im Wirtshaus d`Feldwies.



Voller Eindrücke, schönen Erlebnissen und Gedanken traten wir den Heimweg nach Erding an. Diakon Stefan Geißler hat schon für nächstes Jahr zugesagt und wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Ausflug mit euch.

Hermann, Werner  und Veronika

Dabei waren: Giesela Altschäffl, Aloisia Erl, Irmgard und Sebastian Faltermaier, Elfi Friedrich, Helga und Stefan Geißler, Gisela Groden, Birgit und Josef Hochholzer, Elisabeth Jobst, Ingeborg Kanacher, Marianne Kienastl, Elisabeth Kriegmaier, Elisabeth und Bernhard Neumaier, Marianne Orthuber, Helga und Kurt Ploner, Maria Pompel, Ingrid Robinson, Gertrud Schießl, Beate Schmidt, Karin Teige, Edeltraud Triller, Pauline Weber, Hubert Weiher, Erika Wenhardt, Sonja Wörndle

Fotos: Gertrud und Hermann Schießl, Veronika Pfeffer
Bericht: Hermann Schießl und Veronika Pfeffer
Tourenleitung: Hermann Schießl und Veronika Pfeffer
Musik: Werner Kienastl

Zelebrant: Diakon Stefan Geißler

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