Auf den Osttiroler Zuckerhut

Unterwegs auf der Neuen Reichenberger Hütte

09.-11.8,2019, mit Rainer Pollack – Gegen 18 Uhr fuhr man am Freitag gen Osttirol und erreichte die Almhütte unweit des Felbertauern gegen 21 Uhr. Nach einer gemütlichen Brotzeit war es bald Zeit zum Schlafengehen.

So klingelte der Wecker bereits um 05:00 Uhr und nach einem kurzen Frühstück fuhr man zum Parkplatz beim Gasthof Trojen in St. Jakob in Defereggen (1.485 m). Der frühe Start war der langen Tour und der Wetterprognose mit Regen und Gewittern am Nachmittag geschuldet.

Gegen 06:50 Uhr startete die Gruppe zuerst auf breiterem Weg in Richtung Trojer Almtal. Bald begann nun ein wunderbar angelegter Wiesensteig durch alten Zirbenwald. Nach gut 1 ½ Stunden Gehzeit verließ man den Rudolf-Kauschka-Höhenweg und stieg in vielen Kehren hinauf zum Schaubergwerk Blindis. Auf knapp 2.300 Meter Seehöhe befinden sich die sogenannten „Knappenlöcher in Blindis“. Dort wurde im 15. und 16. Jhdt. Kupfer, Blei, Gold und Silber abgebaut. Alte Bergarbeiter-Unterkünfte und Stollen, die tief in den Berg hineinführen erzählen noch von diesen alten Zeiten.

Weiter ging es dann – erst wieder abwärts zur Abzweigung und dann einen breiten Weg hinauf zur Durfeld Alm. Der Weg wurde dann wieder schmäler und zog sich entlang der Trojer Almhänge hinauf in einen Sattel, ehe der steile Schlussanstieg zur aussichtsreichen Neuen Reichenberger Hütte (2.586 m) am Bödensee erfolgte. Gegen 11:30 Uhr erreichte man die Hütte, bezog die Zimmerlager, stärkte sich kurz.

Gegen 12:30 Uhr startete man die Gipfelbesteigung des „Osttiroler Zuckerhuts“, der Gösleswand (2.912 m) über die Rote Lenke (2.796 m). Nach gut einer Stunde konnte man das 360 Grad-Panorama genießen, obwohl sich die hohen Gipfel wie Großvenediger und Großglockner schon in Nebel hüllten. Gegen 15:30 Uhr war man wieder auf der Hütte und konnte den Resttag genießen.

Reine Gehzeit: ca. 6,5 Stunden, ca. 1.550 Höhenmeter

Am Sonntag herrschte Nebel um die Hütte. Es erfolgte daher der Abstieg über den Höhenweg, vorbei an Hinterer und Vorderer Trojeralm zurück zum Parkplatz. Man fuhr dann zur Gschildalm, machte nochmals Brotzeit, ehe die problemlose Heimfahrt erfolgte.

Reine Gehzeit: ca. 3 Stunden, 1.200 Höhenmeter Abstieg

Gesehen haben wir einen zauberhaften Zirbenwald, unzählige Orchideen, mehrere gut nach Vanille riechende Kohlröserl, zwei Rehe, eine Kreuzotter, viele Frösche usw. Kein Regen, kein Gewitter an beiden Tagen. Eine herrlich gelegene Alpenvereinshütte mit einem rauen, aber herzlichen Hüttenwirt.

Teilnehmer: Birgit & Hans Mau, Ute Kashoa, Maria Oehler, Harald Schramek

Tourenleitung: Rainer Pollack

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