Rodeln an der Buchsteinhütte
07.02.2026 Wer hätte das gedacht, dass man bei einer Rodeltour Anfang Februar den Schnee so suchen muss!? Die ganze Woche verfolgte ich die warmen Temperaturen mit Argwohnen und dann noch Regen am Freitag. Bei der geringen Schneeauflage in diesem Jahr, quasi der Todesstoß für alle halbwegs passablen Bahnen.
Eine Rodelgarantie konnte ich nicht geben und es gab viele Absagen, doch ein paar wollten trotz der geringen Chancen auf echtes Rodelvergnügen mitkommen und im Zweifelsfalle auch gern wandern. Und was soll ich sagen: Wir wurden für diese Entscheidung sowas von belohnt!

Ich hatte mich für die Buchsteinhütte bei Kreuth entschieden. Der Weg entlang der Schwarzentenn bleibt wegen des Baches oft lange gefroren. Dann würden wir zumindest dieses Teilstück rodeln können. Teilweise war der Weg stark vereist, aber das Gefälle ist sehr sanft, so dass ich sicher war, dass die Schlitten hier gut und auch sicher laufen würden.

Überraschenderweise fanden wir immer noch eine geschlossene Schneedecke nach dem Abzweig zur Buchsteinhütte vor. Ab hier hatte ich eigentlich gedacht, dass es eine Wanderung werden würde. Auch der Hüttenwirt hatte mir bei unserem gestrigen Telefonat wenig Hoffnung gemacht. Doch schon kamen uns die ersten Rodler flott entgegen. Der Schnee war zwar optisch nicht mehr schön, aber er schien griffig und es kamen keine Steine durch.

So stiegen wir Serpentine um Serpentine höher und waren immer glücklicher, dass wir uns für die Mitnahme der Rodel entschieden hatten. Erst als uns ein erneuter Abzweig in einen recht dichten Wald brachte, hatte es ein Ende mit dem Schnee. Wir ließen die Schlitten zurück und wanderten die letzten Serpentinen zur gemütlichen Buchsteinhütte. Hier war rund um die Hütte wieder Winter und etwas oberhalb der Hang aper – verrückt.

Nach einer gemütlichen Einkehr, gingen wir das kleine Stück zu unseren Schlitten und was dann kam, hätten wir heute Morgen nicht zu hoffen gewagt. Es supertolle Abfahrt mit griffigem Schnee, die einfach nur Spaß machte – juhuuuu! Und weil es so eine Gaudi war, beschlossen wir nach einer kurzen Sonnenpause, dass wir das Stück ab Abzweig Buchsteinhütte einfach nochmal raufziehen.

Gesagt, getan! Die 2. Runde war dann noch fast besser, weil wir mehr Vertrauen zum Untergrund hatten. Viel zu schnell waren wir wieder am Abzweig. Die Abfahrt entlang der Schwarzentenn war flott auf dem Eis. Aber nachdem alle Teilnehmer gute Sportrodel haben, war das Lenken kein Problem. Den größten Schreck jagte uns ein großer Hund ein, der freudig Rodler jagte. Sein Frauli meinte nur, dass wir ja selber Schuld seien. Wir müssten ja nur bremsen und auf den Hund Rücksicht nehmen. Von unserem Gegenvorschlag, den Hund anzuleinen hielt sie nicht viel – Sachen gibt´s!
Gemütlich ließen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen in Holzkirchen ausklingen. Ein rundum gelungener Wintertag in den Bergen, der sich ganz an das Motto: „Wer wagt, gewinnt!“ gehalten hat.

Mitgerodelt sind: Irmi Senft, Ronny Witt, Iris Brandmayer, Antje Wenzel
Leitung und Bericht: Karola Rübensaal
Fotos: diverse Teilnehmer
