Bike-Tour: Rund um Altomünster
25.04.2026 Unterwegs im Ludwig-Thoma-Land, so hätte man diese Radltour auch nennen können. In seinen Geschichten und Erzählungen tauchen viele der Ortsnamen auf, die wir heute durchfahren und diese wecken bei einem Teilnehmer alte Erinnerungen.
Wir starten in Röhrmoos in nördlicher Richtung und erreichen nach einem Linksschwenk über einen kleinen Feldweg Markt Indersdorf mit seinem 1120 erbauten Kloster, das heute eine Realschule beherbergt.

Über Langenpettenbach und Arnzell führt uns dieser Trail (den wir nur teilweise befahren) „Schauriges um Altomünster“ direkt in diesen Ort. Zur Namensgebung ein kurzes Zitat aus dem Prospekt „Dachauer Land“.
„Wo viel Heiliges zusammenkommt, liegt das Unheilvolle nicht fern“ und so haben sich rund um den fast 1300 Jahre alten Klosterort Altomünster etliche Sagen entwickeln. Sie handeln von weißen Frauen und schwarzen Hunden, entleibten Männern und rastlosen Geistern, die in Gehölzen, an Tümpeln oder auf Hügelkuppen ihr Unwesen treiben. Was früher den Aberglauben beschäftigte, sorgt heute für Abwechslung auf einer Fahrradtour, die an zwölf Stationen mit den schönsten Schauergeschichten auf Schautafeln vorbeiführt. Der Streckenverlauf führt über rund 40 Kilometer zu mehreren Ortsteilen Altomünsters.
Da unser Mittagessen auf Viertel nach Zwölf terminiert war, gab es leider keine Kaffeepause wie vor acht Jahren und es wurde stramm weitergefahren.
Über Teerdecke radeln wir nach Asbach, über Feld-/Schotterwege passieren wir Thalhausen, Rudersberg und radeln wieder auf Altomünster zu.
Spätestens jetzt wird den Teilnehmern bewusst, dass das Dachauer Hinterland nicht flach verläuft, sondern etliche mehr oder wenige kurze/lange Steigungen zu bewältigen sind. Immerhin 780 Höhenmeter werden zum Schluß nach 81 Km angezeigt sein. Das bringt die zwei mit herkömmlichem Antrieb bestückten Radler aber nicht ins Schwitzen und die sieben E-Biker auch nicht, denn trotz voller Sonne war es nicht zu warm. Oberndorf, Irchenbrunn, Plixlried und Unterzeitlbach, so nennen sich die nächsten Stationen, bevor wir in Kleinberghofen unser Mittagsziel beim Kilometerstand 48, den Biergarten des Restaurants „Freudenhaus“ erreichen. Herrlich im Hinterhof gelegen lassen wir uns Zeit zur Mittagspause.

Auch die Visitenkarte dieses Restaurants erinnert an Ludwig Thoma, ziert sie doch den roten „Kettenhund“ des Satiremagazins „Simpliciccimus“.

Wir satteln wieder auf,

radeln nach und durch Hirtlbach

und nach 10 km liegt rechter Hand der Bumbaurhof,


ein Hofladen mit Café und Restaurant.
Was zuerst nur wie ein „kurzes Hineinschauen“ geplant war, endet dann doch in einer längeren Kaffee-Pause, und den Verlockungen des Kuchenbuffets können wir auch nicht widerstehen. Über Großinzemoos gelangen wir wieder nach Röhrmoos; aber damit ist unsere heutige Tour noch nicht beendet, wollen wir doch noch denn schön gelegenen Biergarten Mariabrunn sehen. Auf diesen 6 km dahin müssen wir noch zweimal kräftig in die Pedale, bevor wir die Schloßwirtschaft mit Kapelle erblicken.

Bevor wir nach Röhrmoos zum Auto zurückkehren, radeln wir ca. 300 m südwärts zum Aussichtspunkt und haben eine herrliche Aussicht auf München.

Teilnehmer: Hans und Petra Angermair, Hans Buchmann, Toni und Sabine Preis, Ute Blaschke, Annemarie Weiß, Ludwig Kirmair.

Tourenbericht: Ludwig Kirmair (diesmal auf besonderen Wunsch mit mehr Bildern)
Leitung: Heinz Barczewski
