Hipp Hipp Hurra in Pfaffenhofen

Skurriles und Erstaunliches in und um Pfaffenhofen

06.03.2026  Heute stand mal Wandern und Kultur(-Genuss) auf dem Plan, und zwar nördlich-östlich von Erding in Pfaffenhofen an der Ilm. Ein geschichtsträchtiges Städtchen in dem nicht nur die Hipp Babynahrung ihren Ursprung hat. Auf der Wanderung sind uns einige skurrile Dinge begegnet und haben unseren Tag berreichert. Ganz schön frisch war es am Morgen noch, bei 1,5 Grad trotz Sonnenschein zogen wir am Parkplatz Weiberrast (es gibt auch die Männerrast, aber auf der anderen Seite der Stadt 😊) los. 

Los geht´s an der Weiberrrast

Hände in Handschuhen oder Hosentaschen vorbei an der Tierherberge in den Wald. 

Über wunderschöne lichte und komfortable Waldwege erreichen wir schon unseren heutigen Gipfel- jedoch nicht den Höhepunkt der Tour.

Kreuz und quer geht es im Wald weiter, bis wir auf´s freie Feld kommen. Sofort verlangsamt sich das Tempo, da jeder die Sonnenwärme aufsog.

Bei diesem skurrilen Hochsitz mussten wir schmunzeln. Tragbarer Jägersitz to go? Die Mutigsten (Frauen natürlich) unter uns, trauten sich nach oben.

Auf der einen Seite es Weges standen die Hopfenfelder in den Startlöchern, auf der anderen Seite sammelte der Landwirt „etwas auf“. Neugierig wie wir waren, wurde er „vom Rad geholt“ und interviewt. Zunächst etwas wortkarg, dann immer freudiger erzählte er, dass er Schädlinge gezählt hat, da ab einer gewissen Anzahl gespritzt werden darf/muss.  Mit Sepp haben wir auch einen Fachmann dabei und die beiden haben noch ein bisschen gefachsimpelt. 

Noch ein Gruppenfoto unter besonderem Schutz und Segen.


Dann ging es weiter übers Feld, bis wir zu diesem skurrilen Schild kamen. Frage: Ist es ein Warn-Schild oder eine Obacht-geben Schild? Zweite Frage: Obacht oder Warnung vor der Dame rechts oder links?  😊

Warnung oder Obacht?

Der Anwohner des Hofes dahinter war auch neugierig und hat uns schon kilometerweit kommen sehen. Diesmal mussten wir uns seinen Fragen stellen. Wo kommt ihr her, wo geht ihr hin, was wollt ihr hier? So oft kommt da wohl niemand vorbei und dann gleich so viele. 

Neugieriger Anwohner

Auch der Hahn machte uns deutlich, wer hier der Herr im Hause ist.

Wir verlassen den Ort Schabenberg und wandern weiter über Flur und Feld, bis wir in Fürholzen den letzten Anstieg vor uns hatten. Irgendwie müssen wir auf unsere 220 Höhenmeter kommen.

Oben im Wald spüren wir, dass wir der Zivilisation näherkommen. Ein Trimm-dich-Pfad motiviert zum Ausprobieren und Sportfachsimplen. 

Aber es war auch Zeit für unsere Brotzeitpause, die jeder an einem Sonnenfleck genoss.

Gestärkt geht es zum Endspurt Richtung Auto und zu unserem heutigen weiteren Highlight. Mit dem Auto fahren wir runter auf den Volksfestplatz von Pfaffenhofen und laufen ca. 10 Minuten in die Stadt rein zum Haus Hipp. Jeder kennt die Hipp Babykost, aber wer kannte die über 400 Jahre alte Tradition dieser Familie?  Seit über 400 Jahren steht das Haus Hipp am Marktplatz in Pfaffenhofen. Schon im Mittelalter gehörten sie zur Zunft der Lebzelter. Lebzelter waren die einzigen, die Produkte der Biene, also Wachs und Honig gewerblich verarbeiten durften. Sie hatten also Monopol auf die Lichtquelle des Mittelalters- die Kerzen, die Süßigkeit in dieser Zeit- den Honig und lagerfähigen Alkohol- den Met. Klaus Hipp, ein Enkel des Erfinders der Babykost Joseph Hipp, erzählte uns in einem kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag von seiner Leidenschaft und sein Lebenswerk dem Kerzenziehen & Wachsvotivbilder sowie natürlich einiges über seine Familiengeschichte.

Das Haus Hipp ist immer ein Ausflug wert. Im ersten Stock kann man jederzeit die Originalgetreu (wieder) aufgebaute Kerzenzieherei besuchen und mit etwas Glück Herrn Hipp antreffen, der seiner Leidenschaft auch im Rentenalter treu bliebt und in den Wintermonaten dort Kerzen zieht und Wachs verarbeitet. Und auf jeden Fall muss man im Cafe einkehren, in dem die frischen handgefertigten Pralinen, Kuchen und im Sommer auch Eis unwiderstehlich sind. Die echten Honigzelten kann man das ganze Jahr erwerben und getrost bis Weihnachten im Schrank lassen, wenn man das aushält, sie schmecken durch das Jahrhunderte alte Rezept immer frisch. Natürlich haben wir hier bei Kaffee&Kuchen&Sonne unsere Tour ausklingen lassen und fast jeder ist mit einem „Tütchen“ nach Hause gefahren.

Das war mal wieder ein schöner Tag mit Euch- Danke euch!

Dabei waren: Ingrid Robinson, Elfi Friedrich, Ingeborg Kanacher, Claudia Honsberger, Hannelore und Harald Schramek, Marianne und Werner Kienastl, Moni Triller, Sepp Kirmair, Ute Kashoa, Karin Stephan

Tourenleitung und Tourenbericht: Veronika Pfeffer 

Fotos: Claudia Honsberg, Ingrid Robinson, Harald Schramek, Veronika Pfeffer 

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