Die Alpenkranzler waren auf Bustour in Immenstadt
04.-07.10.2026, mit Sonja Schupsky, Veronika Pfeffer und Hans Sterr – Auf großer Tour waren mehr als dreißig Alpenkranzler im Allgäu unterwegs. Ihr „Basislager“ haben sie im feinen Hotel Drei König in Immenstadt eingerichtet, das mit guten Zimmern, nettem Personal und einer sehr guten Lage die Wahl mehr als rechtfertigte.
Die Anreise erfolgte mit dem Reisebus, das uns direkt vor dem Hotel in der Innenstadt absetzte. Wir ziehen die Bergschuhe an und machen uns direkt auf den Weg. Wie immer bei der jährlichen Bustour teilen sich die Teilnehmer*innen auf drei Gruppen auf: Die Gemütlichen gehen mit Sonja bei den „Murmeltieren„, die „gamsigen“ mit Veronika bei den „Gemsen“ und noch weitere Sprünge unternehmen die „Steinböcke“ mit Hans.

In der Folge könnt Ihr ihre Abenteuer aus den jeweiligen Tourenerzählungen miterleben. Obacht, nehmt Euch Zeit: Der Bericht ist lang und hat viele Bilder … 🙂
04.10.2026 See-Tag
Bericht Murmeltiere
Der Immenstädter Linienbus bringt die 10 Murmeltiere bis Haltestelle „Alpenwelt“ bei Ratholz. Entlang saftiger Wiesen führt der Weg hinüber zum Nordufer des Großen Alpsees. Unterwegs verrät Sonja, wie man mit dem intelligenten Mobiltelefon schnell und sicher Blumen bestimmen kann und auch sonstige Dinge erfährt, sofern man Empfang hat. So sind Schneeball und Schlangenknöterich bald erkannt, was vielen Spaß bereitet.

In der Wiese blühen lila Herbstzeitlose, gelbe Trollblumen und natürlich die herbstlichen Silberdisteln.

Plötzlich ändert sich der Gang einer Teilnehmerin und sie erschrickt, als sich ihre Sohlen vom Wanderschuh lösen. Glücklicherweise hält der Innenschuh noch bis zum Ende der Tour.

Schließlich geht es über einen steilen Steig hinauf zur Alpe Schönesreuth.


Am Sonntagmittag hat der Wirt alle Hände voll zu tun, alle kulinarischen Wünsche zu erfüllen. Aber das gelingt flott und wir können sogar alle am gleichen Tisch sitzen.

Wir genießen den tollen Ausblick auf den Hausberg „Mittag“ und den blau-schillernden Alpsee. Zurück führt der Weg direkt am Wasser entlang und in Bühl schmeckt uns dann noch ein Eiskaffee. Das Seewasser verführt noch zum kurzen Storchengang, da es recht warm war.

Auf den Bus, der uns zurück nach Immenstadt bringen soll, warten wir geduldig, da bei dem Sonnenschein viel Trubel herrscht und interessante Passanten zu beobachten sind.

Bericht Gemsen
Heute steht für alle der Große Alpsee auf dem Programm. Mit dem Bus geht es für die Gemsen und die Steinböcke bis zum Naturparkhaus am Alpsee. Gemsi war natürlich mit dabei.

Am See entlang geht es los und gleich zu Beginn steht „Allgäuerisch“ auf dem Programm. Der Stein Nagelfluh, der dem Naturpark seinen Namen gibt, heißt hier „Herrgottsbeton“ und Maultaschen heißen „Herrgottsbscheisserle“, da man das Fleisch darin nicht sehen kann. Almen sind hier Alpen und junge Rinder „Schumpen“.

Nach kurzem Warmlaufen geht es erst recht steil, dann gemächlicher hoch auf die Thaler Höhe. Bei dem Wetter sind einige Trinkstopps angesagt. Auf der Jugetalpe finden wir einen großen Tisch für uns und füllen die Flüssigkeitsvorräte wieder auf – wenn´s sein muss mit Suppe!


Gestärkt geht es über den Aussichtspunkt ohne Namen, aber mit Gipfelkreuz weiter. Der Aussichtspunkt hat seinen Namen verdient: Fernsicht bis in die Thannheimer Gipfel und ins Tal Richtung Oberstdorf. Wir „studieren“ schon Mal die Gipfel, die wir noch besteigen werden.

Runter geht´s über die Siedelalpe und über Wiesenwege Richtung Trieblings, weiter am Ufer des Großen Alpsee zurück nach Bühl. Das Wasser lockt doch einige, entweder mit den Füßen oder ganz! Andere kühlen sich zum Abschluss von innen mit Eis, bevor uns der Bus zurück nach Immenstadt bringt.
Bericht Steinböcke
Zusammen mit den Gemsen erreichen wir den Alpsee. Am kleinen Bootshafen in Bühl starten wir unsere Tour unterhalb den Kapelle St. Stephan.

Am See gehen wir erst noch ein Stück weiter, um den Seeblick zu genießen und erst dann zum Aufstieg. Gleich nutzen die gamsigen Gemsen das aus, um uns zu überholen. „Sie san so sakrisch g’schwind“ bewahrheitet sich die Liedzeile aus dem Gemsenlied … aber beim Aufstieg übersteinbocken wir sie wieder.


Am kleinen Dorf Zaumberg erfahren wir vom Tourenleiter etwas über die traditionelle Verschindelung (nein, nicht Verschandelung) der Allgäuer Häuser und sehen einen schönen Querschnitt über einen Nagelfluh-Findling, der wirklich wie Beton anmutet.


Über den schönen Steig durch den Wald erreichen wir die Siedelalpe, die wir aber links liegen lassen.


Für uns geht es erst auf die kleine Anhöhe mit Gipfelkreuz. Sie ist in der Landkarte nicht bezeichnet, aber wir geben ihr den Namen „Juget-Horn“.


Danach erreichen wir in wenigen Minuten die Jugetalpe, auf der wir einkehren, wo wir auch die Gemsen treffen.


Wir Steinböcke haben aber danach noch einen weiteren Weg vor uns: Wir steigen weiter hinauf Richtung Westen, wo wir den sehr aussichtsreichen und zurecht genannten „Alpseeblick“ erreichen.


Eigentlich wären wir jetzt laut Plan Richtung See abgestiegen, aber ja mei, die Steinböcke halt: Wir gehen noch weiter zur wunderbar gelegenen Pfarralpe und genießen frische Getränke.


Auf dem Rückweg durch den schönen Waldsteig werden die Fotografen von sehr großen Fliegenpilzen angelockt – kein Wunder!


Nach dem Fotostopp geht’s es weiter hinunter Richtung See, wo wir schöne Landschaftsbilder genießen können.



Dann führt uns der flache Seeweg flott zurück nach Bühl. Für manche war’s angeblich zu flott, weshalb sie mit dem Bus zurück nach Immenstadt fahren, während der Rest der Gruppe zu Fuß zum Hotel geht.

Ein netter Abend schließt den Tag ab, der aber nicht mehr allzu lang dauert – wir sind heute ja schon früh ab Erding unterwegs.
05.10.2026 Tobel-Tag
Bericht Murmeltiere
Für eine kurze „Erfrischung“ sorgt ein Regenschauer am Morgen, der prompt mit dem Beginn des Stadtrundgangs aufhört.

Sonja kann mit Hilfe der App „Lauschtour“ die Sehenswürdigkeiten beschreiben und so ist die kulturelle Spritztour bald umgesetzt.

Das Städtchen begeistert mit seinem Charme und seinen netten Geschäften, die zum Bummel einladen. Schade nur, dass wenig Zeit dafür bleibt. Wir müssen nochmal wiederkommen!

Dann geht es mit dem verspäteten Zug in den Nachbarort Blaichach. Da der pünktliche Bus ins Gunzesrieder Tal natürlich schon weg ist, zaubert Sonja mit Hilfe von Elisabeth von der Tourist-Info einen Plan B aus der Tasche: wir wandern nicht ab Gunzesried-Säge, sondern gleich vom Bahnhof taleinwärts durch den Haldertobel (Klamm).

Die Gunzesrieder Ach hat einen abenteuerlichen Weg zu nehmen, bis sie schließlich in die Iller mündet. Wir folgen dem Weg, der zunächst steil bergauf führt und wir ins Schwitzen kommen.

Dann wird es idyllisch und wir gehen durch Wald und über Stock & Stein – das kann man wörtlich nehmen. Denn der Weg ist anspruchsvoll, da das Holz nass ist und wir gut aufpassen müssen.

Ein glänzender schwarzer Alpensalamander (es waren genau gesagt zwei) geben ein schönes Fotomotiv ab.

Es sind viele Brücken zu überqueren und es tobelt das Wasser rechts und links vom Wanderweg.


Dieser Abschnitt gehört auch zur „Wasserläufer-Himmelsstürmer-Route“ im Trilogieraum Alpgärten – aha!

Wir müssen uns gehörig auf unsere Tritte konzentrieren, was eine Herausforderung ist. Nach einem kleinen Fehltritt kommt dann auch mal das Verbandszeug zum Einsatz. Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert.

In Gunzesried nehmen wir den Bus zurück nach Blaichach und den verspäteten Zug nach Immenstadt. Durch den plötzlichen Aufbruch bleiben Wanderstöcke an der Bahnhofsruhebank liegen, die später von der freundlichen Elisabeth aus Blaichach nachgeliefert werden – das ist vielleicht nett!
Bericht Gemsen
Heute beginnen und beenden wir unsere Tour mit einem Tobel! Erst der Ostertal-Tobel im Gunzesrieder Tal, das wir von der Gunzesrieder Säge aus angehen. Wir leuchten mit dem Herbstlaub um die Wette, denn es regnet leicht 😊.


Aber Gemsen wären keine Gemsen, wenn sie nicht geschickt über die nassen Wurzeln und Brücken balancierten. Die mystischen Nebelschwaden werden immer weniger, als wir auf dem Fahrweg wieder runter zur Gunzesrieder Säge unterwegs waren … um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Die Wetter-App hat Recht, um kurz vor 11 Uhr kommt die Sonne raus und es bleibt trocken.

Ganz schön steil geht es durch die Almwiesen nach oben. Überall liegen Nagelfluhfelsen in der Wiese. Die Kühe sind schon im Tal, daher hat leider auch keine Alpe mehr auf. Wir schaffen es aber bravourös nach oben auf den Bärenkopf und genießen das Allgäu-Panorama bei der Mittagsbrotzeit. Gipfelfoto mit Gemsi darf nicht fehlen.


Weiter geht´s rüber zum Mittagberg. Fast 700 Höhenmeter haben wir gemacht! Der Abstieg auf Asphalt bis zur Mittelstation fordert unsere Muskeln, aber unsere Koordination ist unterfordert. Das ändert sich schlagartig, als wir in den Steig Richtung Steigbachtobel einsteigen. Rutschige, wurzelige Wege brauchen Konzentration und Trittsicherheit. Aber wir sind ja Gemsen und kommen alle sicher am Tobel an. Der Steigbachtobel mit seinen zahlreichen Wasserfällen ist ein schöner Abschluss der Tour.

Fast zeitgleich kommen alle Gruppen auf dem Marktplatz in Immenstadt wieder an und genießen Kaffee, Kuchen, Eis oder was sonst beliebt!
Bericht Steinböcke
Der Wetterbericht hat sich am Vorabend verändert, zum Start in den Ostertobel begleitet uns ein leichter Nieselregen. Aber wir sind regentechnisch gut ausgerüstet.


Wir können die Tour durch den „Tobel“, also eine von einem Bach oder Fluss geschaffenes und meist bewaldetes Tal, nur nass angehen. Wir können trotzdem die schönen Eindrücke genießen.


Die Feuchtigkeit tut nicht nur der Vegation gut, sondern auch dem Alpensalamander, der sich jetzt aus der Deckung wagt.

Und, ja so ein Zufall: Wir treffen wir auch wieder die Gemsen, die sich mit uns zum Gruppenbild sammeln.

Der Tobel kann mit etlichen Wasserfällen aufwarten.



Am Ausgang erinnert uns das Schild, wo wir unterwegs waren.

Dann gehen wir den Aufstieg in die Berge an. Gutmütige Galloway-Rinder begrüßen uns dazu.


Der Wetterbericht hat angekündigt, dass der Regen um 10 Uhr aufhören wird – aber der Regen weiß das anscheinend nicht. Aber der Nebel schafft eine mystische Stimmung.


Wegen der Wettersituation haben wir jetzt den Plan geändert: Wir wollen nur noch Bärenkopf und Mittagberg erreichen, den Steineberg streichen wir.


Aber siehe da: Innerhalb von zwei Minuten ändert es sich von Nebelschwaden zum Sonnenschein, den wir dann auf der Vorderen Krumbachalpe bei einer Rast genießen können.



Und schon ändern die Steinböcke wieder den Plan: Wir wollen jetzt doch zum Steineberg steigen (soweit es die Verhältnisse zulassen).


Über den weitgehend gut angelegten Steig erreichen wir dann die Schlüsselstelle: Eine 17m und fast senkrechte Leiter soll uns zum Gipfel führen. Tourenleiter Hans testet die Bedingungen – und befindet sie für passend. Die Steinböcke bekommen Sicherheitshinweise – und meistern dann souverän die Leiterprüfung!






Der Abstieg erfolgt aber dann nicht über die Leiter, sondern über den Normalweg, der schön an der Nordwand verläuft.

Dann steigen wir hinab und erreichen kurz darauf den zweiten heutigen Gipfel, den Bärenkopf, auf dem wir uns aber nur zu einem Fotostopp aufhalten.

Dann erreichen wir auf kurzem Weg den Mittagberg und machen dort (wie passend) die Mittagsbrotzeit.

Unser Abstieg führt leider zunächst über die steile Asphaltstraße hinab (schee is fei anders). Erst als wir den Steig im Steigbachtal erreichen, wird es wieder schön. Der Weg führt uns schön am Steigbach entlang – zwei Badenixen erfrischen sich im kühlen Bach an einem Wasserfall (nein, jugendfreie Bilder haben wir davon nicht). Alle anderen erfrischen sich an den schönen Wasserfällen.






Nach kurzem Abstieg erreichen wir Immenstadt und kehren wie etliche andere Alpenkranzler im Café am Stadtplatz ein.
06.10.2026 Wacht-Tag
Bericht Murmeltiere
Heute verzichten die Murmeltiere auf Bahnfahrten und beschließen, auf den Mittag-Berg zu fahren. Die Aussicht würde sicher toll sein und die Tour sollte etwas entspannter sein als die vom Vortag. So wandern wir zur Talstation der längsten Doppelsesselbahn Deutschlands mit 2. 230 Metern Länge.


Die Fahrt geht sehr gemütlich hinauf und erfordert einen Umstieg.


Oben sind wir begeistert und versuchen die Aussichtsberge zu bestimmen: Grünten, Hochvogel, Mädelegabel, Ifen – um nur einige zu nennen.

Wir schauen zu, wie die Gleitschirmflieger ihr Sportgerät in die Luft bringen und starten dann selber auf einem gemütlichen Weg zum Gipfel des Bärenkopfes.

Sonja nutzt die gute Laune der Murmeltiere gleich mal für die Bildung eines DAV-Chors aus und teilt Volksliedertexte zum Mitsingen aus. Eigentlich wollen einige gar nicht mehr aufhören, doch der Wandertag muss genutzt werden.

Über eine anspruchsvolle recht steile Wiese führt ein Steig hinunter zur Alpe Oberberg. Alle Murmeltiere sind trainiert vom Vortag und meistern den Weg daher souverän.

Zur Belohnung wird die Alp-Pause deutlich ausgedehnt. Wann hat man schon mal ein solch warmes Oktoberwetter und eine irre Weitsicht?! Bei Hüttenlimonade und Zötler-Bier genießen wir das Hüttendasein, bevor wir dann den Aufstieg zurück zur Bergstation in Angriff nehmen.

Zurück am Marienplatz treffen wir Gruppen beim Aperitif wieder zusammen und erzählen uns das Erlebte vom Wanderausflug.
Bericht Gemsen
Die Gemsen erklimmen den „Wächter des Allgäus“. Ein klein wenig mulmig ist es dem ein oder anderen, ob die Beine heute nochmal über 700 Höhemeter mitmachen. Erstes Abenteuer ist jedoch die Busfahrt. Denn fast wären wir zuviel gewesen, für den 15-Sitzer, nach erstem Schreck des Busfahrers (soviel Menschen fährt er sonst nicht) hat er sich dann aber gefreut, dass er einen vollen Bus lenken kann, meist fährt er die Strecke leer. Vom Parkplatz „Großer Wald“ steigen wir auf dem Ost-Rücken dem Ziel entgegen.

Gemächlich geht es auf einem bestens präparierten Waldpfad stetig bergauf, bis wir kurz vor der Grünten-Hütte auf freies Feld mit freier Sicht kommen. Es sind nur noch knapp 200 Hm, aber die haben es in sich und kurz vor dem Gipfel auch noch seilversicherte Passagen.



Die Mühe rentiert sich: Brotzeitpause mit 360 Grad Rund-um-Blick am Jägerdenkmal des Grünten ist angesagt.

Wir steigen auch auf der Ostseite wieder ab, umrunden dabei aber den felsigen Giggelstein über einen schönen, wenig begangenen, aber auch steilen Steig, durchqueren Bachläufe und machen Geschicklichkeitsübungen beim Überqueren von Kuh-Batz-Löchern über Steine hüpfend. Nach dem Steig- und Wiesenweg geht es ein Stück Wirtschaftsweg entlang, bevor wir wieder einen herbstlichen Waldpfad nach unten folgen. Die letzten 4 km sind ein Asphalt-Hatscher, den wir heute großzügig mit wenig Jammern 😊 in Kauf nehmen. Denn nahezu jeder hat mit kleinen persönlichen Herausforderungen zu kämpfen, aber mit größter Bravour gemeistert und sogar persönliche Rekorde aufgestellt.
Der große, leere Bus bringt uns nach einer kleinen Allgäu-Rundfahrt wieder nach Immenstadt. Schee war´s!
Bericht Steinböcke
Unser Ziel ist heute der Grünten, wo tags zuvor wie bestellt kurz der Gipfel von der Sonne beleuchtet wurde.

Wir haben wie die Gemsen die Fahrt mit dem Bus gemeistert, der durch die beiden Gruppen voll belegt war. Im „Großen Wald“ trennen sich dann erstmal unsere Wege. Der Tag ist erstaunlich frisch, wie der Tau auf dem Laub bestätigt.

Dann führt uns der Weg leider erstmal über eine etwas fade Teerstraße. Erst an der Kölle-Alpe wird der Weg ein Wandersteig und von hier haben wir auch den Blick frei auf die Bergwelt – und vor allem unser Ziel, den Grünten.


Jetzt können wir die Landschaft genießen und folgen dem Weg bis zur Grüntenhütte, die aber seit langem nicht mehr für Touristen bewirtschaftet ist.


Der Weg wird kurz vor dem Gipfel steiler, was uns aber nur wenig beeindruckt.



Schnell haben wir den Anstieg erledigt und treffen auf Gipfelkreuz und das sogenannte „Jägerdenkmal“, das zum Andenken den gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erbaut wurde und heute generell ein Mahnmal gegen Kriege bildet.
Bei einer sonnigen Rast genießen wir die Gipfelaussicht – die phänomenale Aussicht rechfertigt den Namen des im Taleingang liegenden „Wächter des Allgäu“. Wir treffen dort auch die etwas später eintreffenden Gemsen wieder.


Nach der Rast setzen wir unseren Abstieg nach Westen fort. Vorbei am Sendemast des Bayerischen Rundfunks steigen wir über einen schönen Weg ab, der uns zunächst zum Grüntenhaus führt, das allerdings schon Saisonschluss hat.

Im Abstieg macht sich ein Hirsch bemerkbar – der Wald versteckt ihn, aber seine lautstarken Brunftschreie sind deutlich zu hören.

Nach mehr als eintausend Höhenmetern Abstieg (bei denen sich eine Teilnehmerin beschwert, dass wir zu langsam wären!), erreichen wir den Ort Burgberg. Dort haben wir sogar noch Zeit, in einer Wirtschaft auf ein Getränk einzukehren. Langsam … pfff!



Den großen Bus zurück haben wir fast für uns alleine und erreichen gut gelaunt wieder Immenstadt.
07.10.2026 Klamm-Tag
Bericht Murmeltiere
Gemütlich lassen es die Murmeltiere auf dem Weg durch die prämierte Breitachklamm bei Oberstdorf angehen. Sie wurde offiziell als Deutschlands „Naturwunder des Jahres 2025“ prämiert.

Auf einer Strecke von 2,5 km erlebt man das lebendige Wasser erst ruhig dahinfließend, später wild tobend durch die Felsen rauschen. Ein tolles Erlebnis für Jung & Alt.





Gut, dass wir so früh dort sind. Es wird auf dem Rückweg von der Zwingbrücke immer voller. Mit dem Bus gelangen wir in wenigen Minuten nach Oberstdorf, wo wir schnell die Dampfbier-Brauerei entern und uns deftige und süße Speisen bringen lassen.

Fast wirken wir auf die flinke Bedienung etwas gehetzt … die Rechnung folgt gleich nach dem letzten Bissen 🙂
Dann gibt es am Busbahnhof Oberstdorf ein Wiedersehen mit den Gemsen und Steinböcken. Wir nehmen fast den ganzen Linienbus (Schienenersatzverkehr nach Immenstadt) in Beschlag, was uns ein wenig belustigt.

Nur die Busfahrer hätten doch gerne eine Anmeldung der Oberbayern gehabt, die so zahlreich unterwegs sind. So kommen wir auf der Busfahrt an diesem Tag noch durch Fischen, Bolsterlang, Sonderdorf, Obermaiselstein, Sonthofen und viele andere schöne Allgäudörfer, die sich alle sehr einladend präsentieren. Grüne Wiesen, gehörnte Kühe und schön geschwungene Alphügel sind eine Augenweide. Wir haben es genossen.
Bericht Gemsen
Für alle geht es heute in die Breitachklamm. Der Nahverkehr war wirklich gut organisiert und reibungslos kommen wir nach einer Rundfahrt über Fischen, Bolsterlang und Obermaiselstein an der Breitachklamm an.
Nachdem wir unser offizielles Gruppenfoto gemacht haben, steigen wir in die „Schönste Klamm“ Deutschlands ein. Das Besondere an der Breitachklamm ist ihre Tiefe, an manchen Stellen bis zu 100 Meter, an der engsten Stelle ist sie nur 2 Meter breit. Oft sind wir hoch oben über dem Wasserlauf unterwegs und haben dennoch viele Meter Fels über uns. An einer Brücke ist angeschrieben, wie hoch das Wasser schon über (!) dieser Brücke stand. Da kann man sich die Naturgewalten und Kräfte des Wassers schon vorstellen, die große Bäume und auch Felsen durch die Klamm spülen.


Am Ausgang Berg steigen wir aus der Klamm über Stufen nach oben auf, um über eine Brücke nochmal tief runter in die Klamm zu blicken. Ein steiler Schotterweg bringt uns durch den Herbstwald noch höher, wo wir unser letztes Gruppenfoto machen.

Ein Highlight bzw. Unikat trafen wir kurz vor dem Wirtschaftsweg: Franz Hieble. Er fragte uns, ob wir auch vom Alpenkranzl seien, denn die Steinböcke hat er auch schon getroffen. Mehr zu Franz Hieble erfahrt ihr im Tourenbericht der Steinböcke. Eine tolle Begegnung! Wir trotten runter zur Alpe Dornach, wo wir noch eine kleine Kaffeepause einlegen und den Blick in die Oberstorfer Berge genießen.

Die letzten 20 Minuten geht es wieder steil über einen Waldweg nach unten zum Parkplatz der Breitachklamm, der inzwischen gut gefüllt ist. Wir haben die beste Zeit in der Klamm erwischt! Auch der Rückweg nach Immenstadt mit den Öffentlichen war reibungslos und unkompliziert, von Oberstdorf hatten wir sogar einen Privat-Bus!
Bericht Steinböcke
Wie alle Gruppen starten wir heute in die Breitachklamm, die wir mit dem ÖPNV wieder gut erreichen. Die Klamm beginnt wenig unspekaktulär, steigert sich aber mit jedem Meter immer mehr.

Die Breitachklamm darf ohne jeden Zweifel als Naturwunder gelten. Welche Mühe und Kosten es erfordert haben, sie gangbar zu machen, ist es aus heutiger Sicht absolut wert. Wir genießen jeden Meter der Klamm.

Zur „Halbzeit“ steiegn wir am Klamm-Ende aus dem Wald hinaus. Dort treffen wir einen älteren Herren, der gerade ein Schild reinigt, das auf den Bildband „Breitachklamm“ hinweist. Und nach kurzer Unterhaltung stellen wir fest: Das ist der Bildband-Autor Franz Hieble, der auch Bergführer und Heeresbergführer war und außerdem ein sehr netter und zugänglicher Mensch ist. Er hat gerade erst am Eingang der Klamm wieder 15 Stück seines Bildbandes „Breitachklamm“ angeliefert, alle mit handschriftlicher Widmung. Schon klar, dass wir welche gekauft haben … (und können die super Qualität seiner Bilder bestätigen!). Er hat sich auch gefreut, die Alpenkranzler (also die Steinböcke und die Gemsen) getroffen zu haben.


Wir kehren danach auf der Alpe Dornach ein. Sie liegt sehr schön (und hoch, ebenso wie ihre Preise).


Nach einem Kaffee geht’s für uns zurück, wir steigen jetzt von oben ein und gehen die Klamm zurück zum Ausgangspunkt. Wir genießen den Eindruck nochmal.


Wir treffen die Gemsen unten am Parkplatz und nehmen mit ihnen zusammen den Bus. Wir steigen um und können den Bus ab Oberstdorf praktisch alleine für uns in Anspruch nehmen. In Immenstadt nehmen wir wieder das Café am Stadtplatz in Beschlag.
Abschluss-Abend
Der Abend wird dann noch ein ganz besonderer, denn heute dürfen sich die Teilnehmer*innen bei unterschiedlichen Prüfungen messen.

Als erstes stellt ein Quiz 10 Bergfragen, fünf davon über das Alpenkranzl.

Das Ergebnis zum Alpenkranzl zeigt: Da dürfte die Grundbildung noch etwas besser werden, Ihr Lieben! 😉

Dann müssen die Gruppen pantomimisch Bergnamen darstellen – die meisten werden erraten!
Und die akustische Prüfung: Nach einem Stichwort singen die Gruppen Lieder, das das betreffende Stichwort enthält. Klappt gut und LAUT!
Und die letzte Prüfung ist ein Geschicklichkeitsspiel: Wie setzt man den Propeller der Hui-Hui-Maschine in Gang? Nach einer geheimen Schulung klappt auch das sehr gut!
Die vier Gruppen haben viele Punkte gesammelt. Alle bekommen kleine Gutti als Preis, die knapp als Siegergruppe Ermittelten wurden mit einem Alpenkranzl-Herzen belohnt. Aber alle waren Sieger!


Danach zeigen wir noch kleine Spielzeuge wie ein fahrendes Tischfeuerwerk und ein Gyroskop – Gaudi sicher! So geht ein wunderbarer Abend, aber auch eine tolle Reise zu Ende.

Die Tourenleiter bedanken sich bei allen Teilnehmer*innen für ihre gut gelaunte Teilnahme und freuen sich jetzt schon darauf, wenn Ihr nächstes Jahr (im Großarltal!) wieder dabei seid!
Und herzlichen Dank für Eure Ansprache im Bus (gehalten von Claudia!) und das schöne Trinkgeld, das wir von Euch bekommen haben!

Organisation: Sonja Schupsky
Tourenleitung, Berichte und Fotos: Sonja Schupsky, Veronika Pfeffer, Hans Sterr
Teilnehmer:
Altschäffl Gisela, Faltermeier Irmgard, Friedrich Elfi, Groden Gisela, Hofmann Angelika, Hölscher-Huber Martina, Huber Heinz, Honsberg Claudia, Italiaander Ludwiga und Ludwig, Kanacher Ingeborg, Kärtner Angelika, Kriegmair Lisi, Lazewsky Ralph, Neumann Martina, Neumeier Bernhard und Elisabeth, Nötel Helga, Oehler Maria, Pompl Maria, Schramek Hannelore und Harald, Seckinger Heidi, Senftl Hannelore, Stotz Gertrud, Teige Karin, Wagner Michaela und Weger Anneliese
