Das schönste Dorf Europas und kaum einer kennt es
2.4.2026 Hugl-Was? Wo isn des? Die typische Rückfrage auf „Kennst du Huglfing?“. Huglfing im Pfaffenwinkel hat beim Wettbewerb „Lebenswerte Orte Europas“ der Vereinigung Entente Florale (NGO) die Goldmedaille gewonnen. Mit über 90 Punkten holte Huglfing die erstmals vergebene Goldmedaille Plus – die höchste Auszeichnung, die je vergeben wurde. Noch nie erreichte eine Ortschaft in den fünf Jahrzehnten Wettbewerbsgeschichte so viele Punkte. Knapp 3000 Einwohner leben in Huglfing, 30 Vereine findet man dort und eine lebenswerte Infrastruktur. Bewertet wird nicht nur die Optik, sondern auch das Zusammenleben, die Lebensqualität oder Umwelt- und Naturschutzprojekte. Die Preisverleihung wurde 1975 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem bedeutenden europäischen Wettbewerb entwickelt.
Allein die Lage motiviert schon zu einer Wanderung! Romantisch im Hungerbachtal zwischen Hügeln, Streuwiesen und Moorlandschaften gelegen und das mit Blick auf das bergige Alpenvorland.
Dann der gepflegte Dorfkern: Sanierte Tuffsteinfassaden, teils 400 Jahre alt, mit grünen Fensterläden und Sommer mit Hängegeranien, der romantische Hungerbach mit seinen Forellen (es gibt tatsächlich zwei Fischgeschäfte in dem kleinen Ort), der sich durch das Dorf schlängelt, ein Pfarrgarten voller Bauernrosen, (Bier-)Gärten mit knorrigen Linden und Kastanien, betreutes Wohnen gegenüber der Kita „Huglhupf“ zeugt von generationsübergreifendem Zusammenleben.
Das haben sich 11 Alpenkranzler mal genauer angeschaut. Sogar drei Fotografen sind mitgereist, um der Nachwelt diesen Trip anschaulich zu erhalten. Geparkt haben wir am Schützenheim, einer der 30 Vereine und los ging es leicht bergauf Richtung Süden und schon hatten wir die Bergwelt vor der Linse.



Drei Fotografen bedeutet auch oft 3x dasselbe Bild 😊



Vorbei ging es an dem Wildgehege, wo wir zunächst neugierig beäugt wurden, dann nahm die Herde fluchtartig reis aus. Warum nur?


Durch die hügelige Landschaft – meist das Esthergebirge im Blick- ging es weiter bis zu Fauna-Flora-Habitat Grasleitner Moorlandschaft, was die einen mit puren Augen, die anderen durch die Linse betrachteten. Die Gänse und Enten waren irritiert (die nächste Tier-Familie, die wir durcheinanderbrachten).



Durch den Wald ging es vorbei an Fischweihern, wo zwei Reiher auf ihr Mittagessen lauerten, WIR haben die Fische in Ruhe gelassen.

Plötzlich überraschte uns ein Wintereinbruch. Gut, dass er nur kurz und lokal war.

Der Frühling hatte uns bald wieder und wir begegneten noch zahlreichen Tieren. Am nächsten Hof graste eine Herde Ziegen, gefolgt von einem kleinen Pferdegestüt. Diese Region ist auch bekannt für die Leonardi-Ritte. Also muss der Nachwuchs auch Leonard heißen.

Schließlich kamen wir an den „Point of no return“, den Bike-Parcour nördlich von Uffing, wo wir auf der beheizten Bank unsere Brotzeitpause machten (1. April war gestern?).


Auf dem Rückweg erklommen wir noch schnell einen Gipfel. Tour ohne Gipfel geht nicht, habe ich mir sagen lassen. Da hatte ich ja heute Glück!

Und dann ging es schnurstracks (?) zurück nach Huglfing.


Wie es sich für so ein Dorf gehört, wählten wir den natürlichsten und romantischsten Einfallweg über das Gangalamoos und schlenderten durch den Ort. Weitere Impressionen aus Huglfing findet ihr unten.


Auch das macht den Ort liebenswert- es gibt keinen Tourismus und keine Souvenirläden. Huglfing ist die Goldmedaille nicht zu Kopf gestiegen! Apropos: Huglfing feiert in 2 Jahren sein 1000 jähriges Bestehen, ist also 200 Jahre älter als Erding.
Wir lassen die Wanderung beim „Alten Wirt“ mit einer guaten Brotzeit ausklingen!

Das war eine tolle Tour mit euch! Besonderen Dank möchte ich den drei Fotografen schicken, die Bilder sind sensationell, daher hänge ich unten noch einige Impressionen an.
Dabei waren: Ingrid Robinson, Elfi Friedrich, Irmi Angermaier, Hans Sterr, Harald Schramek, Heinz Barczewski, Elisabeth Bals, Annemarie Telesz, Monika Triller, Irmgard Faltermaier
Tourenleitung und Tourenbericht: Veronika Pfeffer
Fotos: Hans Sterr, Harald Schramek, Heinz Barczewski
Impressionen aus Huglfing













Vogelschau (Fotos Hans Sterr)




