MTB Radltour Kallmünz

Ein Stück länger ist manchmal auch ein Stück schöner

15.06.2019, mit Heinz Barczewski – Wer schreibt den Tourenbericht? Diese Einleitung hatten wir schon einmal – diesmal hat es den Tourenleiter selber erwischt, auf geht´s.

Pünktlich kurz vor 7:00 treffen wir uns am Schwimmbad in Erding zur Radverladung, es könnte auch schon losgehen, wenn nicht jemand noch erst seine vergessene Sonnenbrille unbedingt holen muss. Und ein weiterer Teilnehmer muss erst wieder nach Hause gefahren werden, weil er seine dringend benötigten Medikamente nicht eingenommen hat. Gut für den Fahrer, kann er sich doch Ersatz für seine vergessene Trinkflasche ausleihen. Aber letztendlich treffen dann alle nach staufreier Anreise am Start in Sinzing bei Regensburg ein. Während die einen noch mit dem letzten Materialcheck vor Abfahrt beschäftigt sind,

Radlcheck

versuchen die Anderen das Bändergewirr am Helm zu entflechten.

Wie ging das noch

Gegen 9:15 radeln wir auf dem schönen Uferweg der Schwarzen Laber los, mal links, mal rechts der Laber, vorbei an mehreren ehemaligen bzw. noch in Betrieb befindlichen Mühlen (Kunst-, Münchs-, Türkl-, Papier-, Schafbruck-, Mauser-, Friesenmühle) geht es immer mit leichter Steigung in Richtung Beratzhausen, des Öfteren unterbrochen durch mehrmalige Pausen verursacht durch einen ansonsten gestandenen Radler, dem erst einmal die Funktion der Schaltung an seinem eigenen Rad demonstriert werden muss.

Bei Schönhofen bewundern wir die Künste diverser Kletterer; Vergleiche mit unserem in Planung befindlichen Kletterturm sind gleich bei der Hand.

Da geht’s rauf
Interessierte Zuschauer

Bei Eichhofen fahren wir kurz in das Innere der dortigen urigen Schlossbrauerei, die leider momentan in eine Baustelle verwandelt ist. Bei Hartlmühle gibt es für die Coffeinsüchtigen den erwünschten Stopp, den wir gleichzeitig zur Beratschlagung benutzen, ob wir die kurze (65 km) oder lange (85 km) Strecke nach Kallmünz einschlagen. Zwei Kurzstreckler müssen mit leichter Überzeugungsarbeit umgestimmt werden. Soviel vorneweg, alle legen die längere Tour mit Bravour ab und bereuen diese Entscheidung nicht. Denn es wird eine ganz tolle Tour in einer schönen Landschaft werden. Das Wetter selbst ist optimal, nicht zu warm und nicht zu kalt, Radler-Ideal-Wetter.

Gedopt geht es dann an der Scharzen Laber entlang bis nach Beratzhausen, wo wir in den Obsterlebnisweg einbiegen, der uns nun bis nach Kallmünz führen soll. In stetigem Auf und Ab mit kräftiger Muskelarbeit geht es nun 130 Höhenmeter aufwärts; gut wer ein E-Bike hat, dreie haben wir dabei.

Gleich haben wir’s
Windräder gibt’s natürlich auch

Hinter Oberpfraundorf hat die Plagerei ein Ende, nun geht es überwiegend bergab nach Kallmünz.

Toller Tag, tolle Tour

An mehrere Stellen informieren Schautafeln über die Besonderheiten des Obsterlebnisweges.

Was ist auf dem Obsterlebnisweg so gegeben

Gegen 13 Uhr radeln wir in Kallmünz ein, ein schöner, malerischer Ortskern mit alten Gebäudefronten und einer Burgruine darüber.

An der Naabbrücke in Kallmünz – mit Burgruine

Leider sind wir etwas zu spät dran, um den Ortskern näher zu erkunden (das heben wir uns für eine spätere Tour auf), die Hungrigen drängen zur Weiterfahrt nach Krachenhausen, wo wir im Biergarten des Landgasthauses Birnthaler bestens und zu äußerst günstigen Preisen mit Speis´ und Trank versorgt werden.

Energierückgewinnung

Bereits seit Kallmünz bewegen wir uns nun auf dem Fünf-Flüsse-Radweg entlang der Naab. Irgendwann taucht auf dem gegenüberliegenden Naabufer die Front des ehemaligen Klosters Pielenhofen auf,

Kloster Pielenhofen von außen …

deren Klosterkirche wir einen kurzen Besuch abstatten.

… und Kloster Pielenhofen von innen

Die letzten Kilometer bis zur Naabmündung in die Donau sind gleich geschafft (zum Baden hat keiner mehr Lust, zumal das Wasser auch nicht so anziehend ausschaut), und in Sinzing (unserem Start und Ziel) taucht urplötzlich die Pizzeria Villa Lucania auf, deren Magnetfeld eine unbändige Anziehungskraft auf die Teilnehmer ausübt. Flüssiges, kaltes und Süßes, alles was begehrt ist, kommt auf den Tisch. Und zur Krönung spendiert der Wirt zum Abschluss noch entweder Schnaps oder Espresso.

Schön aufgereiht

Teilnehmer: Louisa Handorf, Ute Kashoa, Uschi Schranz, Erhard Bals, Hans Buchmann, Josef Kirmair, Ludwig Kirmair, Harald Schramek, Georg Voichtleitner, Roland Weiß, Ade Wörndle
Streckenlänge: 85 km, Höhenunterschied: 600
Tourenleitung und -bericht: Heinz Barczewski