MTB-Radltour Chiemsee-Waginger See

Man muss das Schwitzn reduzieren – bei der Hitzn!

27.06.2019, mit Heinz Barczewski – Sehr heiß soll es werden an diesem Donnerstag mit avisierten Temperaturen um die 33 Grad Celsius; evtl. zu heiß für eine derartige Radltour mit ca. 72 km und 600 zu absolvierenden Höhenmetern? Aber keiner der angemeldeten TeilnehmerInnen hat diesbezüglich Bedenken. Auf jeden Fall verlegt der Tourenleiter den Abfahrtstermin schon einmal auf 6:45 Uhr vor; gleichzeitig reduziert er die Fahrstrecke um ca. 17 km und damit gleichzeitig um 100 Höhenmeter; die Umrundung des Waginger Sees entfällt ganz.

Mit 5 Fahrzeugen starten wir somit in Richtung Egerer bei Chieming. Gegen 9 Uhr können wir dann unsere Tour von dort aus in Angriff nehmen. Diesmal sind fünf E-Biker und 5 Normalos dabei; der Anteil der E-Biker steigt von Tour zu Tour, wann werden wir die 50 Prozent-Marke überschreiten? Gleich die ersten Steigungen vor Nußdorf lassen schon die Schweißdrüsen kräftig arbeiten, bevor wir hinunter zur Traun rollen. So geht es in stetigem Auf und Ab über Kammer und Otting in Richtung Waging.

Wir radeln direkt weiter in Richtung Kurhaus; dort ist eine Kaffee-/Badepause am See eingeplant. Funktioniert nicht; ein Kassier möchte erst einmal 2,50 Euro für den Zugang zum See (da Privatbesitz) einziehen. Das ist uns für einen Seeblick zu teuer, zurück geht es nach Waging in ein Café mit schattigen Sitzplätzen. Kuchen ist gleich ausgesucht; die Bedienung sollte man besser als Umsatzvermeider bezeichnen, denn die Versorgung mit Getränken und die Bezahlung erfordern viel Zeit und Geduld.

Gegen 11 Uhr (wir sind trotzdem gut in der Zeit, weil die Seeumrundung entfällt) treten wir wieder in die Pedale und haben direkt einmal 100 Höhenmeter auf einem Steilstück zu absolvieren. Für die E-Biker und die Kräftigen unter uns kein Problem, zweie schieben lieber bergan.

Am Ramgraben verlassen wir den schattigen Wald und haben nun eine längere Strecke mit direkter Sonnenbestrahlung, immer mit kleineren oder größeren Steigungen versehen, vor uns. Diese „kleinen Wadlbeißer“ und die mittlerweile „guten“ Temperaturen erfordern des öfteren Trinkpausen, schattige Plätze unter alleinstehenden Bäumen sind sehr gefragt und werden auch mit Liebe genutzt.

Über St. Leonhardt erreichen wir Lauter und ab jetzt geht es vorwiegend bergab hinunter nach Traunstein.

Skyline von Traunstein

Schön gemütlich geht es an der Traun entlang, ein kurzer Aufstieg bringt uns in den Biergarten des „Wochingers“ zur wohlverdienten Mittagspause. Im Schatten der großen Bäume genießen wir die kühlenden Getränke und die hervorragenden Speisen des kalt/warmen Buffets (eine besondere Empfehlung) ausgiebig.

Gestärkt schlängeln wir uns aus Traunstein heraus und machen uns auf die verbleibende Reststrecke von14 km. Wir erreichen Erlstätt und Oberhochstätt; kurz danach liegt uns der Chiemsee zu Füßen. Gleich die erste Badegelegenheit wird ausgenutzt; sehr warm das Wasser, eigentlich keine wirkliche Erfrischung, aber gut hat es uns Allen trotzdem getan. Die paar restlichen Kilometer nach Egerer sind gleich abgestrampelt und gegen 16 Uhr geht es wieder heim nach Erding. Hinter uns liegt eine insgesamt sehr schweißtreibende und anstrengende Tour, schön war dieser Tag trotzdem.

Beim Wochinger

Teilnehmer: Helga und Kurt Ploner, Erhard Bals, Hans Buchmann, Josef Kirmair, Ludwig Kirmair, Hans Lex, Harald Schramek, Ade Wörndle
Streckenlänge: 56 km, Höhenunterschied: 560 m
Tourenleitung und -bericht: Heinz Barczewski