Klettern und Hochtour um die Franz-Senn-Hütte

Gemischte Gefühle bei zweifelhaftem Wetter

Freitag  05. bis Sonntag 07.07.2019 – Nach einem trockenen Juni zeigte sich der Juli leider weniger stabil, so dass wir mit gemischten Gefühlen am Freitag zur Franz-Senn-Hütte aufstiegen. Die Hütte war gut voll, was aber bei der sehr professionellen Organisation sich nicht besonders negativ bemerkbar machte.

Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein, aber für Nachmittag waren Schauer und Gewitter angesagt. So wurde zunächst die „kleinere“ Tour, die Kletterei auf die Vordere Sommerwand, 2.677 m, angegangen.

Der Grat, in Sichtweite der Hütte, ist nicht sehr schwierig (max. 3. Schwierigkeitsgrad) und war gut mit normalen Bergschuhen zu klettern. So kamen wir im festen Fels und auf dem Blockgrat gut voran.

Leider war unser Gipfel etwas niedrig, so dass uns der Ausblick auf die höheren, hinten im Alpeiner Tal stehenden 3.000er nicht gestattet war. Trotzdem genossen wir alle die Kletterei im warmen Sonnenschein und schon bald saßen wir unter dem Gipfelkreuz.

Zu bald für einen Teil der Gruppe, doch es bestand ja noch die Möglichkeit, dem Gratverlauf  weiter zu folgen. So ging´s dann nochmals los. Aber schon bald verschwand die Sonne und es zogen dunkle Wolken von Norden daher. Nachdem so ein Gewitter am Grat nicht ganz so lustig ist, beschlossen wir den Rückzug. Es blieb aber trocken und so konnten wir den Tag auf der Terrasse der Hütte ausklingen lassen.

Beim Aufstehen am Sonntag plätscherte draußen der Regen und ein großer Teil der Hüttengäste stieg schon ins Tal ab. Auch der Wetterbericht war nicht besonders ermutigend. Da der Regen aber dann doch aufhörte, beschlossen wir statt der Hochtour auf die Ruderhofspitze auf dem Wanderweg Richtung Aperer Turm zu gehen. Zumindest so lange, bis uns das schlechte Wetter zur Umkehr zwingt. Doch es blieb trocken und so standen wir gegen Mittag auf dem Gipfel. Der war leider keine 3.000m, sondern nur 2.984 m hoch. Auch die Sicht auf den Gletscher war sehr grau.

Wenn man die Region vom Winter her kennt, wenn alles tief verschneit ist,  ist man schon etwas enttäuscht. So ging es zu einer kleinen Stärkung zurück auf die Hütte und anschließend weiter ins Tal. Als wir die Autos beluden, kam dann doch noch ein kleiner Regenschauer, der uns dann aber nichts mehr ausmachte. Im Großen und Ganzen haben wir ja doch Glück mit dem Wetter gehabt.

Mit dabei: Renate Resch, Sabine Rübner, Christian Weiß, Yann Brillouet, Wolfgang und Severin Lex und Rainer Preis